Donnersbergkreis Müde Füße und ein nächtlicher Umzug

Dass an der Weißen Grube eine Erdbebenstation steht, das weiß selbst mancher Imsbacher nicht. Beim Zeltlager der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Winnweiler erfuhren die jungen Teilnehmer dies und manch anderes über das Dorf, in dem sie in diesem Jahr Quartier bezogen hatten.
Mit dabei bei diesem neunten VG-Zeltlager waren Kinder und Jugendliche aus den Feuerwehren Münchweiler unter der Leitung von Angelika Königsamen, Wartenberg-Rohrbach mit der Leiterin Claudia Wuttke und Imsbach mit Leiterin Ute Korn. In Winnweiler, so VG-Bürgermeister Rudolf Jacob bei seinem Antrittsbesuch, danke man dem Verbandsbürgermeister für schlechtes Wetter und dem Ortsbürgermeister für gutes. In diesem Sinne bedankte sich Jacob bei Ortschef Ingo Müller für das gute Wetter, und beide wünschten den Kindern schöne Tage. Jede Menge Aktivitäten wurden den Kindern an den vier Tagen im Zeltlager geboten. Im „Dauereinsatz“ dabei war ein Pool auf dem Zeltplatz, in dem sich die jungen Wehrleute abkühlen konnten, sowie ein Bastelzelt. Außerdem standen zwei Fußballtore und andere Geräte jederzeit für ein Spielchen bereit. Die Dorfrallye machte den Kindern Freude, allerdings stöhnte mancher auch über schmerzende Füße, denn es musste eine ordentliche Strecke dabei zurückgelegt werden. Entschädigung gab es in Form von attraktiven Preisen. Bei einer geführten Wanderung durch die Stollen der Weißen Grube erfuhren die Kinder Wissenswertes über die verschiedenen Erze und lernten dabei, wie man diese an den Steinen erkennen kann. Abends tauschten die kleinen „Forscher“ ihre Eindrücke begeistert aus. Beim abendlichen Zumba zeigten die Betreuer und Gruppenleiter Einsatz. Die Kinder kicherten und amüsierten sich königlich über die dargebotenen tänzerischen Fähigkeiten der „Großen“. Dem Zeltlager eigenen anhaltenden Schlafmangel war es wohl geschuldet, dass es im Camp am dritten Tag etwas ruhiger wurde. Und auch in der nachfolgenden Nacht wurde nichts aus der ungestörten Nachtruhe: Um die Kinder vor einem Gewitter in Sicherheit zu bringen, wurden sie um vier Uhr morgens in das Gebäude der Imsbacher Feuerwehr gebracht. Dabei hätten sich die Kinder ruhig und vorbildlich verhalten, wurde von ihren Betreuern attestiert. Als allerdings am folgenden Tag die höchste Brandgefahrstufe ausgerufen und das Lagerfeuer deshalb verboten wurde, gab es bei vielen ein kleines Stimmungstief. Auch der Spieleparcours, der die Kinder auf andere Gedanken bringen sollte, konnte das nicht ganz auffangen. Doch am Abend flackerte dann doch wieder Energie auf. Die jugendlichen Betreuer forderten die Kinder zu einem Fußballspiel auf. Zwar konnten die Betreuer anfangs noch mit mehr „Masse“ punkten, doch die Kinder hielten dagegen, indem sie wesentlich flinker und technisch agierten. In der zweiten Halbzeit beendeten die Betreuer, mangels Puste, nach dem 6:3 vorzeitig die Partie. Manche Passagen des Spiels erinnerten eher an Rugby als an Fußball. Weil es aber keine Verletzten gab, blieb das ohne Folgen. Sechs Mädchen aus Münchweiler legten bei dem Zeltlager ihre erste Prüfung bei dem Zeltlager ab, die Jugendflamme 1. Dabei mussten sie verschiedene Knoten und Stiche machen, der Schlauch auswerfen und einrollen und die stabile Seitenlage zeigen. Als Gruppenaufgabe sollten die Mädchen einen Schlauch entknoten und anschließend ein Radieschen durchdrücken. Anna-Lena Höffgen, Anna-Chiara Nickel, Tabea-Justine Stock, Leonie-Laura Stock, Nadine Zirkel und Lena Babette Fasbender schafften die Prüfungen ohne größere Schwierigkeiten. Sehr müde, aber glücklich und zufrieden machten sich die Kinder am Sonntagvormittag nach vier Tagen voller Erlebnisse und Programm auf den Nachhauseweg. Im kommenden Jahr sehen sich viele beim VG-Zeltlager vielleicht wieder. Dann soll zum zehnten Geburtstag des Zeltlagers etwas ganz Besonderes auf dem Programm stehen, machten die Betreuer schon mal neugierig. (gon)