Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Luftbild-Rätsel: Wer erkennt dieses Dorf aus dem Donnersbergkreis von oben?

Unser neues Rätsel: Kennen Sie diesen Ort aus dem östlichen Donnersbergkreis? Dann schicken Sie die Lösung per Postkarte, Kennwo
Unser neues Rätsel: Kennen Sie diesen Ort aus dem östlichen Donnersbergkreis? Dann schicken Sie die Lösung per Postkarte, Kennwort »Bilderrätsel«, an die RHEINPFALZ-Lokalredaktion, Luitpoldstraße 20, 67806 Rockenhausen, oder per E-Mail an reddonn@rheinpfalz.de. Einsendeschluss ist Montag, 25. Mai. Zu gewinnen gibt es eine RHEINPFALZ-Tasse. Die erhält auch der Gewinner unserer vergangenen Folge: Thomas Göhring aus Albisheim.

Einfach – so haben mehrere Einsender betont – war das Erraten des von oben abgebildeten Dorfes nicht. Denn „nur ein Teil“ von diesem sei auf unserem Foto abgebildet gewesen, schreibt Volker Langguth-Wasem aus Sankt Alban. Und Thomas Danner bestätigt, den Ort „erst auf den zweiten, dritten Blick“ erkannt zu haben, wofür er RHEINPFALZ-Fotograf Thomas Stepan ein „Kompliment“ ausspricht: Er hat „alle markanten Wahrzeichen gut versteckt oder erst gar nicht im Bild“, so der Bolander.

Nun, der Begriff „alle“ stimmt dann doch nicht so ganz: Es gab immer noch eine Reihe von Erkennungszeichen, die den Teilnehmern bei der Suche nach der „zirka 1200 Jahre alten und an der Pfrimm gelegenen“ (Sylvia und Gerhard Hager, Alsenbrück-Langmeil) Gemeinde auf die Sprünge geholfen haben. Die Lösung nennt Ralf Glinka aus Börrstadt: „Marnheim, das Tor zum Zellertal.“ Oder, wie es laut Lokalmatador Michael Fischer pfälzisch-korrekt heißt: „Eindeutig Maarem!“

Turm an Nummer eins

In unserer Serie hat es kaum ein anderes Dorf gegeben, bei dem unsere Rätsel-Freunde so viele verschiedene Merkmale und einige von ihnen in so großer Zahl angeführt haben. Unangefochtener Spitzenreiter mit 15 Nennungen: der „Läuteturm bei der Schule“, so Helmuth Mandler aus Morschheim, von Inge Kulling und Philipp Brandmeyer auch als „grauer Turm“ bezeichnet. Das von Volker Langguth-Wasem erst „mit der Lupe“ identifizierte Bauwerk war für Dieter Fritsche (Bolanden) „die erste Spur“ zum Erkennen der aus Richtung „der B 47 nach Worms“ von Thomas Stepan per Drohne fotografierten Gemeinde.

Auf Rang zwei der Marnheimer Charakteristika: die „ewig lange Hauptstraße“, wie der Albisheimer Thomas Göhring und Peter Kimmel unisono schreiben. Ob „lange, fast gerade Hauptstraße“ (Horst Böhmer, Höringen), „lange, sehr gerade Hauptstraße“ (Tobias Feuerle), „langgezogene Hauptstraße“ (Sylvia und Gerhard Hager, Philipp Brandmeyer) oder „lange, gerade Straße“ (Rolf Neumann, Bischheim; Eugen Gläser, Waldgrehweiler): Selten in der Geschichte unseres Rätsels haben so viele Teilnehmer fast wortgleich ein Erkennungsmerkmal benannt. Einzig eine etwas andere Sicht hat Michael Fischer: „Die Hauptstraße kommt mir nicht so gerade vor, wenn ich darauf entlang fahre.“

Eine beliebte Hilfe bei unseren Luftbild-Rätseln: im Hintergrund abgebildete Dörfer in der Umgebung des gesuchten Ortes. So auch in diesem Fall – einer zweistelligen Anzahl von Einsendern hat der Blick „hinter die Kulissen“ auf die Sprünge geholfen. Schön beschrieben hat es Werner Siebold: „Den stichhaltigen Hinweis, dass es sich um Marnheim handelt, gaben die markant angeordneten Wohnblocks der Nachbargemeinde Weierhof am oberen Bildrand.“ Dagegen seien „die trennenden Verkehrsadern A 63 und ehemalige B 40 zwischen den beiden Orten förmlich im Grün abgetaucht“, so der Mauchenheimer weiter.

„Grüne Lunge“ Friedhof

Drei weitere Punkte werden ebenfalls mehrfach angeführt: „der Friedhof mitten im Ort“ (Christa Stüber, Dreisen), mit „seinem großen Baumbestand die grüne Lunge von Marnheim“ (Inge Kulling); „die Tankstelle mit der Waschstraße und gegenüber dem großen Wasserbehälter“ (Christian Wiegner), an der Wilfried Fränkle aus Nußbach „insbesondere in den 70er und 80er Jahren, als ich mit meinem VW-Käfer überall rumkutscherte, oft getankt“ hat; nicht zuletzt das Gebäude der Firma Nieder, das unter anderem ein prominenter Teilnehmer unseres Wettbewerbs entdeckt hat: Landrat Rainer Guth, nach eigener Aussage „eng mit dem zu Marnheim gehörenden Elbisheimerhof verbunden“ und zudem ehemaliger Schüler des Gymnasiums Weierhof.

Es gab weitere Bauwerke oder Flächen, die genannt wurden. Exemplarisch seien „der Marktplatz am oberen Bildrand, der regelmäßig zu allerlei Festen einlädt“ (Philipp Brandmeyer), „das Deutsche Haus – da gehen wir öfter essen –, und nebenan der Sportplatz“ (Christian Wiegner) oder „das barocke evangelische Kirchengemeindehaus in der Hauptstraße“ (Volker Langguth-Wasem) genannt. Und dann gibt’s ja noch das berühmteste „Wahrzeichen“ des Ortes, das eben nicht auf dem Foto gewesen ist: „Die markanten Reste der ehemaligen Bahnbrücke über die Pfrimm, die im März 1945 von zurückweichenden deutschen Soldaten gesprengt wurde“, schreibt Horst Böhmer. Was vom Viadukt übrig geblieben sei, werde auch „das Tor zum Zellertal“ genannt. Wie Marnheim selbst.

Wörtlich: „Die Schimmel“ und Skat im Kaisertisch

Claus Becker, Mauchenheim: Der Name des Dorfes Marnheim wurde nach meinen Quellen erstmals im Lorscher Codex 774 als Mouwenheim erwähnt und hatte fortan mehrere ähnliche Namen wie Mawenheim, Mauenheim, Mauwenheim, Muwenheim – was oftmals zur Irritation mit der Gemeinde Mauchenheim führte (nach dem Buch „Die Wüstungen der Rheinpfalz“). Seit 1135 wird das Dorf Marnheim genannt. (...) Marnheim hatte um 1960 zirka 1490 Einwohner und sieben Annexen bei einer Gemarkungsgröße von 994 Hektar. Seit dieser Zeit haben sich einige Neubaugebiete entwickelt und Gemeindeeinrichtungen wurden neu geschaffen, wie Sportplatz, Kindergarten, Sporthalle. Das Dorf zählt heute zirka 1680 Einwohner. (...) Die Marnheimer werden „die Schimmel“ genannt – vielleicht weil es dort reiche Bauern gab/gibt, die sich ein solches Gespann leisten konnten. Im Gegensatz zu der Nachbargemeinde Bolanden, die man die Katzen nennt.

Dieter Windecker, Göllheim: Im ersten Moment ist mir das Gebäude und Gelände des Malerbetriebs von Gerd Nieder aufgefallen, dann die gerade, langgezogene Hauptstraße, die Grundschule mit dem Glockenturm, die Grünanlage des Friedhofes, das Freizeitgelände mit Fußballplatz, sowie der Dachabsatz der Gaststätte zum Spielfeld und im rechten oberen Bildrand, die Wohnblöcke vom Weierhof.

Thomas Göhring, Albisheim: Hier leben also die Beschützer des westlichen Zugangs zum Zellertal, dessen markantester Punkt, der steinerne Rest der alten Stahlskelett-Bahnbrücke, selbstverständlich ganz „zufällig“ dem Zuschnitt am unteren Fotorand zum Opfer fiel. Als ehemaliger Weierhof-Schüler waren zu Oberstufenzeiten auch die Besuche im Kaisertisch „wichtig“, wo einige Runden Skat oder Doppelkopf den Hintergrund für ebenso „einige“ Gläser Bier oder einen die Runde machenden Stiefel der gleichen Diät bildeten. Marnheim – ewige freundliche Rivalen und „rechds gehds noo Kerchem unn links noo Lautre hinner“.

Bei unserem vergangenen Luftbild-Rätsel gesucht: Marnheim.
Bei unserem vergangenen Luftbild-Rätsel gesucht: Marnheim.
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