Winnweiler Lohnsbachpark: Die Suche nach dem besten Weg zum Ärztehaus
Mit der Zukunft des Lohnsbachparks hat sich der Winnweilerer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Da die SPD zu diesem Sachverhalt einen eigenen Antrag formuliert hatte, fasste Bürgermeister Rudolf Jacob zwei Tagesordnungspunkte zusammen, die dann gemeinsam beraten wurden.
Der SPD-Antrag formuliert im Wesentlichen das Bekenntnis zum Erhalt des Lohnsbachparks und betont dessen Erholungsfunktion. Wegen der Errichtung des nahe gelegenen Ärztehauses ist allerdings eine Baustellenzufahrt notwendig – diese will die Fraktion aber nur unter der Prämisse zulassen, dass keine weiteren Bäume gefällt werden, kein Boden verfestigt und im Anschluss durch die Neupflanzung von Bäumen die Erholungsfunktion des Parks wiederhergestellt wird.
FDP fordert zweite Zufahrt
Aus diesem Grund hatte die SPD vorgeschlagen, die Notzufahrt auf einem bestehenden Weg quer durch den Park zu führen, was aber bei den anderen Fraktionen auf wenig Zustimmung stieß. Eine konträre Vorgehensweise schlug die FDP-Fraktion vor: Sprecher Karl Folz forderte in einem eigenen Antrag, statt eines Notwegs oder einer Baustellenzufahrt gleich eine generelle zweite Zuwegung zum Ärztehaus zu schaffen.
Hauptargument der FDP: Das Ärztehaus müsse im Notfall stets mit Rettungswagen oder Krankentransporter angefahren werden können. Deshalb sollte der Unterbau der Baustellenzufahrt bereits jetzt so gestaltet werden, dass entlang der Mauer des ehemaligen Katasteramts später der zweite Zuweg dauerhaft befestigt werden könnte. Auch für diese Variante gab es jedoch nach eingehender Debatte letztlich keine Mehrheit.
Gehweg wird angelegt
Da die Erschließung des im Bau befindlichen Ärztehauses aber über den Parkplatz der VG-Verwaltung vorgesehen ist, musste eine Lösung her. Um die spätere Zufahrt zu gewährleisten, muss bei der jetzigen Anbindung eine Stützmauer versetzt und verbreitert werden. Außerdem wird im Zuge der Arbeiten ein Gehweg angelegt.
Während dieser Tätigkeiten, die im Zeitraum von Frühjahr bis Sommer durchgeführt werden sollen, wird die bisherige Zufahrt zur Baustelle des Ärztehauses für mehrere Wochen blockiert sein. Durch den Erwerb des Grundstücks zwischen Park und Ärztehaus-Gelände ist es möglich, für diese Zeit eine temporäre Baustellenzufahrt zu schaffen. Diese kann auch von den Fahrzeugen des VG-Bauhofs genutzt werden, wie Jacob erläuterte.
Ersatzpflanzung für gefällten Baum
Dafür müssten allerdings Büsche und Sträucher entlang der Jakobstraße entfernt und ein Baum gefällt werden. Dieser hätte aber durch die Nähe zu einem weiteren Baum ohnehin weichen müssen. Für ihn sei eine Ersatzpflanzung vorgesehen.
In der ausufernden Diskussion sprach sich die SPD mehrmals für den von ihr angeregten Weg quer durch den Park aus. Dem hielt die CDU entgegen, dass die dort stehenden Lampen das Passieren von Lkw verhinderten. Viele Ratsmitglieder hatten Bedenken, ob die Einfahrt in die Jakob-straße vom Gelände beim früheren Katasteramt aus sicher zu gewährleisten ist. Ob die Sandsteinmauer eventuell zum Teil abgetragen werden müsste, war ebenfalls Bestandteil der Debatte. Letztlich schloss sich der Rat mit 11:6-Stimmen (eine Enthaltung) der von der Verwaltung vorgeschlagenen Variante an.