Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Letztes Aufgebot des TuS Steinbach bei Zeiskam ohne Chance

Der Zeiskamer Marvin Benefo (Mitte) kommt gegen die Steinbacher Robin Metz (links) und Marvin Gödtel zum Schuss.
Der Zeiskamer Marvin Benefo (Mitte) kommt gegen die Steinbacher Robin Metz (links) und Marvin Gödtel zum Schuss.

Ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten sahen 240 Zuschauer in Zeiskam zwischen dem TB Jahn und TuS Steinbach in der Verbandsliga.

Die Gastgeber siegten 2:0 (0:0). In der ersten Hälfte gab es kaum sehenswerte Szenen. Die Abwehr der Gäste stand kompakt, die Zeiskamer kamen kaum gefährlich in den Strafraum. Nach der Pause und zwei Wechseln lief es runder und es gab einen ungefährdeten Sieg. Das sah auch Steinbachs Co-Trainer Knut Herbert so, der den erkrankten Daniel Ghoul ersetzte. „Es war ein hoch verdienter Sieg für die Zeiskamer. Wir sind mit dem letzten Kader angetreten, da wir zwölf Verletzte haben und nur einmal wechseln konnten. Wir hatten keine große Chance, unser Torwart Klaus Jürgen Siebecker hat uns im Spiel gehalten. Das war keine Normalform der Mannschaft.“

In den ersten 45 Minuten gab es für den Jahn drei Torchancen. Die größte hatte Janik Subas, als er eine Hereingabe von Jonas Dörrzapf in der 28. Minute direkt nahm und am linken Pfosten vorbeischoss. Martin Musulin wagte es mit einem Schuss von der Mittellinie, als TuS-Torwart Siebecker weit vor seinem Kasten stand – der Ball ging über Torwart und Tor. Die Gäste hatten bis dahin keine Chance.

In der zweiten Halbzeit kamen Marc Barisic und Edonart Leposhtaku für Luca Lehr und Nikola Jakovljevic. Jetzt drückte Zeiskam noch mehr, spielte effektiver und bekam viel mehr Chancen. In der 53. Minute marschierte Jonas Schäfer bei einem Konter durch, legte den Ball quer in den Strafraum, ein Gästespieler konnte noch mit langem Bein zur Ecke klären. In der 58. Minute gab Schäfer eine gute Vorlage in den Fünfmeterraum, Torwart Siebecker war da. In der 60. Minute schoss Barisic einen Freistoß aus 30 Meter an den Außenpfosten.

Nächste große Chance in der 64. Minute, als Nico Kruppenbacher im Strafraum auf den eingewechselten und frei stehenden Endurance Edosomwan legte, der aber an Siebecker scheiterte. Weitere Chancen wurden vergeben, ehe in der 70. Minute nach einem Freistoß Maximilian Krämer mit dem Kopf sein 13. Saisontor erzielte. Kurz danach erhielt ein Gästespieler eine Zehn-Minuten-Strafe. In der 76. Minute eroberte Dörrzapf in der eigenen Hälfte den Ball, lief in den Strafraum, wollte zu Krämer quer legen, aber Gäste-Keeper Siebecker war erneut dazwischen. In der 89. Minute war es dann soweit: Nach einer Flanke von Barisic erzielte Leposhtaku per Kopf das 2:0.

Als dann Kapitän Philipp Mees ausgewechselt werden sollte und die Zeiskamer Spalier standen, kam es noch zu unschönen Szenen, da die Steinbacher Bank und einige Zuschauer damit nicht einverstanden waren. Zudem pfiff der Schiedsrichter die Partie ab, die Gäste wollten noch zwei Minuten Nachspielzeit.

TB-Trainer Jannick Immel: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme im Spiel Eins gegen Eins, waren überlegen, kamen aber nur bis zum 16-er gegen eine sehr defensiv eingestellte Mannschaft. In der zweiten Halbzeit nach der Umstellung erspielten wir uns mehr Chancen und konnten einen verdienten 2:0-Sieg erzielen.“ Sportlicher Leiter Manfred Weck: „Ein optimales Spiel unserer Mannschaft mit einer überlegenen ersten Halbzeit, nur leider ohne Tore. In der zweiten Halbzeit lief es dann vor allem über die Außen viel besser.“ Der scheidende Kapitän Philipp Mees: „Schön für mich, das letzte Heimspiel zu gewinnen. Wir haben gut gespielt bis zum letzten Drittel.“

Vor der Begegnung wurden sieben Spieler und Co-Trainer Patrick Brechtel, der als Trainer zu Phönix Bellheim wechselt, verabschiedet. Nicht mehr für Zeiskam spielen wird auch Maximilian Krämer, dessen Verabschiedung für viele Zuschauer überraschend kam. „Ich wollte bleiben. Ich hatte zuvor zwei Jahre verlängert. Aber jetzt wurde mir kurzfristig mitgeteilt, dass der Verein nicht mehr mit mir plane. Wir haben uns am Ende geeinigt, aber nicht einvernehmlich“, zeigte sich Krämer enttäuscht.

Letzte Woche hatte die Sportliche Leitung diese für viele überraschende Entscheidung getroffen – wie Team-Manager Patrick Pfaff auf Nachfrage mitteilte. Trainer Immel meinte: „Wir haben uns aus sportlichen Gründen so entschieden.“

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