Schwimmen RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisjugendschwimmfest viel mehr als nur ein Wettkampf

Noah Döring schwimmt für die DLRG Rockenhausen und trat über 100 Meter Brust der männlichen Jugend (Jahrgänge 2006/2007) an.
Noah Döring schwimmt für die DLRG Rockenhausen und trat über 100 Meter Brust der männlichen Jugend (Jahrgänge 2006/2007) an.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie pausierte das Kreisjugendschwimmfest. Am Sonntag sprangen dann wieder 100 Kinder und Jugendliche ins Wasser und schwammen im Winnweilerer Freibad um Podestplätze. Dabei geht es bei dem Wettkampf um viel mehr.

Kreisjugendpfleger Stefan Balzer erklärte, es sei wichtig, der Jugend wieder eine Plattform für sportliche Betätigungen und für das Zusammensein zu ermöglichen. Ausrichter des diesjährigen Kreisjugendschwimmfestes mit 100 Teilnehmern, die teils mehrfach starteten, war die DLRG-Ortsgruppe Winnweiler. „Erstmals können wir dieses Fest im generalsanierten Freibad ausrichten“, freute sich Vorsitzender Eric Franzmann. „Es ist ganz wichtig, nach der Pause den Kindern wieder ein Schwimmen unter Wettkampfbedingungen bieten zu können. Für uns in Winnweiler war die Pause wegen der Baumaßnahmen noch ein Jahr länger“, betonte er.

Gerade für Kinder, die soeben aus einem Schwimmkurs kommen, sei ein solches Fest eine willkommene Gelegenheit, „um sich im Spaß mit anderen Kindern zu messen“, erklärte Franzmann. „Wir haben durch die coronabedingte Pause einen hohen Nachholbedarf.“ Die Winnweilerer DLRG-Ortsgruppe hatte in jüngster Vergangenheit in zwei Kursen 26 Kinder, einige waren nun beim Schwimmfest dabei und sammelten dort Wettkampfpraxis.

Seit mehr als 50 Jahren

Die 15-jährige Carolin aus Grünstadt schwimmt seit neun Jahren, nach zweijähriger Pause war es für sie am Sonntag ihr erster Wettkampf. „Ich war schon mehrmals dabei, aber immer wieder ist es ein Nervenkitzel. Am Ende ist es das Grinsen über das was man erreicht hat“, erzählte die Schwimmerin. Der Leistungsstand lasse sich derzeit gegenüber den Mitschwimmerinnen nicht einschätzen, „wegen der langen Pause“. Die gleichaltrige Emilie aus Kirchheimbolanden hat schon etliche Wettkämpfe bestritten. „Aber beim Kreisjugendschwimmfest bin ich zum ersten Mal“, sagte die Sportlerin des Schwimmvereins Kirchheimbolanden. „Es ist schön, einmal unter Wettkampfbedingungen zu schwimmen ohne einen Druck auf eine gute Platzierungen zu haben. Und dann genieße ich den Tag mit Freunden“, berichtete die Nordpfälzerin von ihren Erwartungen. Andere, wie die zehnjährige Jule aus Lautersheim waren einfach dabei, „weil ich gerne schwimme“.

Das Schwimmfest auf Kreisebene gibt es schon seit mehr als 50 Jahren. Zunächst wurde es von Vertretern der beteiligten Vereine organisiert. „Heute bringt sich der Landkreis mit ein, um die Schwimmvereine zu entlasten“, berichtete Sebastian Stollhof, Leiter des Büros des Landrates. „Wir wechseln jährlich ab und kommen so in alle Schwimmbäder im Donnersbergkreis“, ergänzte er und richtete seinen Dank an die unterstützenden Vereine, die DLRG-Ortsvereine Eisenberg und Winnweiler, die TSG Zellertal und den Schwimmverein Kirchheimbolanden.

Vereine und Familien stärken

Das Kreisjugendschwimmfest ist für die Jahrgänge 2004 bis 2014 ausgeschrieben. „Wir wollen damit die Vereinsstrukturen stärken, aber auch das Wirken der Familien honorieren“, betonte Kreisjugendpfleger Stefan Balzer. „Das Dabeisein steht im Vordergrund und der Wettkampf hat einen gewissen Spaßfaktor.“ Auch Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob machte deutlich, wie wichtig solche Veranstaltungen nach der langen Pause sind und zeigte sich sicher, dass das generalsanierte Freibad die richtige Kulisse für diesen Tag sei.

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