Donnersbergkreis Kita-Neubau ist der dickste Brocken

Ein Defizit von 212.000 Euro in diesem und 425.000 Euro im kommenden Jahr weist der Doppelhaushalt der Verbandsgemeinde Winnweiler für 2019 und 2020 aus, den der VG-Rat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 26. Mai verabschiedet hat.
Die Planung war vorab bereits in mehreren Ausschüssen der Verbandsgemeinde vorgestellt und beraten worden, wie Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) informierte. 2019 stehen Erträgen von knapp 14 Millionen Euro Aufwendungen von 14,2 Millionen Euro gegenüber. Im kommenden Jahr sind Erträge von 13,9 Millionen Euro und Aufwendungen von 14,3 Millionen Euro veranschlagt. Um ihre Aufgaben vor allem im investiven Bereich zu schultern, braucht die Verbandsgemeinde in diesem Jahr 2,46 Millionen Euro an Krediten, 2020 werden es 924.000 Euro sein. Das Eigenkapital, das Ende 2018 noch 27,3 Millionen Euro betrug, schrumpft auf 18,7 Millionen. Dies hänge aber auch mit gesetzlich vorgeschriebenen Neubewertungen bei den Werken und Eigenbetrieben der Verbandsgemeinde zusammen, so der Bürgermeister. Der gesamte Schuldenstand steigt von derzeit 8,3 Millionen Euro auf 10,07 Millionen bis Ende 2020 an; dies ist unter anderem darin begründet, dass allein in den Straßenbau in der Verbandsgemeinde 3,2 Millionen Euro investiert werden. Die von den Ortsgemeinden zu leistende Verbandsgemeindeumlage werde weiterhin 52 Prozent betragen, so Jacob. Er listete dem Verbandsgemeinderat die vorgesehenen Investitionen auf: Große Summen werden vor allem für die Kindergärten ausgegeben, gleich mehrere Umbaumaßnahmen und Sanierungen stehen in diesem Bereich an. 2,5 Millionen verschlingt alleine der geplante Neubau einer kommunalen Kindertagesstätte in Winnweiler. Aber auch in den Katastrophenschutz wird investiert, beispielsweise in die Feuerwehr, die in Münchweiler ein neues Gerätehaus bekommen hat und zudem mit neuen Fahrzeugen ausgestattet wird. 100.000 Euro gibt die Verbandsgemeinde beispielsweise für den Kauf von mobilen Stromerzeugern aus, um im Katastrophenfall Notunterkünfte in den Gemeinden einrichten zu können. Viel Geld werde auch für den Straßenbau aufgewendet. Jacob informierte, dass von der VG-Umlage alleine 8,56 Prozent für Investitionen in Kitas und 7,51 Prozent für den Straßenbau verbraucht werden, informierte Jacob. Ohne Diskussionen hat der VG-Rat die Planung abgesegnet. Vorgelegt hat Jacob auch die Zahlen des Solarparks Börrstadt. Die Bilanzsumme umfasst 7,42 Millionen Euro. 2017 hat die Photovoltaik-Freiflächenanlage 35.313 Euro Gewinn abgeworfen, 2018 sollen es 58.019 Euro sein; allerdings sei dieser Abschluss noch nicht geprüft. Erfolgreich waren auch die Energieprojekte Winnweiler, eine weitere Gesellschaft der VG. Bei einer Bilanzsumme von 3,22 Millionen Euro wird der Gewinn für 2018 voraussichtlich 40.567 Euro betragen.