Donnersbergkreis Heimsieglos bis zum Schluss

Gegenwehr von beiden Seiten: Ruchheims Abwehr macht es MFSG-Spieler Andreas Stark in dieser Szene nicht einfach.
Gegenwehr von beiden Seiten: Ruchheims Abwehr macht es MFSG-Spieler Andreas Stark in dieser Szene nicht einfach.

«Göllheim.» Auch das letzte Heimspiel der Saison brachte nicht den erhofften Ehrenpunkt für die Pfalzliga-Handballer der MFSG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim: Gegen den TV Ruchheim waren sie chancenlos und unterlagen mit 22:33 (9:19). Auch die Damen verloren. Mit einem stark dezimierten Kader endete das Spiel beim TuS Neuhofen 17:27 (6:13).

Unbedingt wollten die Nordpfälzer Wölfe im letzten Heimspiel der Saison einen Sieg einfahren, um nicht in allen elf Begegnungen in eigener Halle als Verlierer vom Platz zu gehen. Es gelang nicht. „Genau dieser Wille, diese zwei Punkte zu holen, hat uns letztlich das Genick gebrochen“, sagte ein enttäuschter Trainer Patrick Dermody. Die MFSG wirkte angespannt und übermotiviert, woraus viel zu viele Fehler resultierten. „Wir haben es Ruchheim sehr einfach gemacht“, so Dermody. Schon früh war die Partie entschieden, bereits nach 15 Minuten lagen die Wölfe 3:10 hinten. Nach der Pause kam die MFSG besser ins Spiel, was aber auch der etwas lockereren Spielweise Ruchheims geschuldet war. Ein richtiger Lichtblick im Trikot der Wölfe war Matthias Stoverock. Der 17-Jährige, gerade mit der A-Jugend Verbandsliga-Meister geworden, überzeugte in seinem erst zweiten Spiel für die Aktiven mit fünf Treffern. „Matthias hat gespielt wie ein alter Hase, der nie etwas anderes gemacht hat. Er war total abgezockt vor dem Tor. Das war richtig stark. Daran erkennt man auch die hervorragende Arbeit von Johannes Finck in der A-Jugend“, freute sich Dermody über die gute Nachwuchsarbeit. Mit dem letzten Aufgebot von nur acht Feldspielerinnen reisten die MFSG-Damen nach Neuhofen. Unter diesen Umständen war die Favoritenrolle im Duell zweier Tabellennachbarn klar verteilt. Die Gastgeberinnen wurden dieser Rolle auch gerecht. „Ein absolut verdienter Erfolg für Neuhofen, wobei wir kämpferisch zu gefallen wussten“, fand MFSG-Coach Detlef Rakowski. Seine Rumpfgruppe verkaufte sich teuer und machte insbesondere in der Abwehr einen guten Job. „Im Angriff haperte es allerdings, was auch nicht verwunderlich war, da diese Formation nicht eingespielt ist“, erklärte Rakowski. Nach Ballverlusten im eigenen Angriff kassierte die MFSG acht Gegentreffer durch die erste Welle. Positiv bemerkte Rakowski, dass das Spiel mit dem Kreis ganz gut klappte. Dadurch konnte sich sein Team 14 Strafwürfe erkämpfen, von denen sie allerdings acht nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten. „Überhaupt sind wir sehr fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, haderte der Trainer, der ein Sonderlob an die drei Aushilfen aus der zweiten Mannschaft parat hatte: „Ohne sie hätten wir keine spielfähige Mannschaft gehabt, und sie haben das alle drei richtig klasse gemacht.“ Franziska Wieber stach mit vier Treffern besonders heraus. Ein Sieg und eine Niederlage lautet die Bilanz der Reserveteams vom letzten Heimspieltag in Grünstadt. Die zweiten Damen gewannen gegen den 1. FC Kaiserslautern 2 nach einer starken zweiten Halbzeit mit 27:18 (12:10). Ohne Chance war das A-Klassen-Team der Herren gegen den Tabellenzweiten SG Lambsheim/Frankenthal. Sie verloren mit 24:32 (13:15). So spielten sie MFSG-Herren: Rokita; Stark 6/2, Stoverock 5, Georg Ebel 3, Drude 3, Lukas Ebel 1, Keilhauer 1, Boger 1, Kany 1, Christian Wiehler 1, Jan-Martin Wiehler, Doll. MFSG-Damen: Eisen; Wieber 4/1, Koch 4/2, Setzer 3/1, Ecker 3/2, Fattler 2, Stark 1, Rebecca Ludwig, Melanie Ludwig.

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