Winnweiler
Große Fortschritte auf der Schwimmbad-Baustelle
Von Anja Hartmetz
Alle Sportstätten im Land, und damit natürlich auch die Schwimmbäder, sind derzeit bekanntlich auf unbestimmte Zeit geschlossen. Da die Arbeiten im Freibad Winnweiler, das gerade generalsaniert wird, aus verschiedenen Gründen aber ohnehin in Verzug sind, lässt sich das im Augenblick sogar verschmerzen.
Und so ganz hat Verbandsbürgermeister Rudi Jacob die Hoffnung auf eine – wenn auch deutlich verkürzte – Saison doch noch nicht aufgegeben. Die Arbeiten auf der Baustelle gehen jedenfalls auch in der Corona-Krise weiter, wenn auch mit Verzögerungen bei einzelnen Gewerken. Und nicht immer ist das Virus dafür verantwortlich.
Nicht immer ist das Virus schuld
Immer unkalkulierbar ist schließlich auch das Wetter. Das hat vor allem zum Jahresbeginn einige Kapriolen geschlagen: „Es gab Verzögerungen wegen der anhaltend nassen und windigen Witterung“, sagt Jacob. Vor allem die Arbeiten am Technikgebäude und die Erdarbeiten seien dadurch behindert worden. Drei Wochen Verzug bedeute das. Doch jetzt sind die Rohbauarbeiten weitestgehend beendet. Es müssen lediglich noch Restarbeiten gemacht und Mängel beseitigt werden.
Auch die Holzbauarbeiten am Dach des Eingangsgebäudes haben sich wetterbedingt verzögert. Und jetzt haben wegen Corona auch noch dringend benötigte Bleche für die Verkleidung der Dachabdichtung längere Lieferzeiten. Weitestgehend abgeschlossen sind dagegen die Estricharbeiten, Fliesen und Trockenarbeiten, und auch die Sanitärinstallation ist fast fertig.
Monteure können nicht einreisen
Mit Hochdruck laufen derzeit die Arbeiten an den Entwässerungsleitungen und Beckenumgängen. Zeitweise hat die ausführende Firma da gleich drei Kolonnen eingesetzt. Größere Probleme wegen Corona gibt es dagegen bei der Solaranlage auf dem Dach des Technikgebäudes, da können die Monteure, bei denen es sich um Spezialisten aus Tirol handelt, im Moment nicht einreisen.
Aus dem selben Grund gab es auch Schwierigkeiten bei der erdverlegten Solarleitung, allerdings konnte hier Ersatz gefunden werden: Eine andere an den Bauarbeiten beteiligte Firma stellte einen Monteur, der berechtigt ist, Schweißarbeiten an PE-Leitungen auszuführen, zur Verfügung. Das Material und ein Spezialschweißgerät konnten aus Österreich geliefert werden.
Etwas problematischer ist es bei den Edelstahlarbeiten an den Becken. Die Monteure für noch anstehende Restarbeiten stammen aus Österreich und Tschechien und können nicht so leicht ersetzt werden. Das zieht eine ganze Kette von Folgen nach sich: So können deswegen die Becken nicht gefüllt werden. Da die Badewassertechnik aber erst in Betrieb genommen werden kann, wenn das Becken voll ist, gibt es auch hier Verzögerungen. Auch die Beckenabdeckung kann nur bei gefüllten Becken angebracht werden.
Sprungturm soll Anfang Mai fertig werden
Unter der nassen und windigen Witterung zu Jahresbeginn litt auch die Sanierung des Sprungturms. Hier musste unterbrochen werden, um die übrigen Arbeiten nicht zu behindern. Hier wird derzeit von einer Fertigstellung Anfang Mai ausgegangen.
Was noch fehlt, ist die große Rutsche. Fertig ist sie bereits, befindet sich aber noch im Werk. Die Montage wird freigegeben, wenn die Außenanlagen um das Nichtschwimmerbecken fertig sind.
Gerade im Gang sind hingegen die Wasseranschlüsse an die Versorgungsleitungen in der L 390. Für diese Arbeiten ist die Straße derzeit gesperrt.