Fußball
Gleich ein Sechs-Punkte-Spiel in der Bezirksliga für Rockenhausen und Schönenberg
Für Timothy Hanauer, der Coach des Fußball-Bezirksligisten SG Rockenhausen/Dörnbach, ist die erste Pflicht Begegnung nach der Winterpause zu Hause gegen den TuS Schönenberg gleich ein Endspiel. „Für beide Teams zählt eigentlich nur ein Sieg. Denn das Restprogramm danach ist brutal“, sagt der SG-Trainer und betont: „Klar, wir haben eine bessere Ausgangsposition und könnten auch mit einem Unentschieden irgendwie leben. Aber gerade gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib sollten wir unsere Heimspiele gewinnen.“ Die SG liegt mit 23 Punkten derzeit auf dem zehnten Rang. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt aber nur drei Zähler. Und Rockenhausen/Dörnbach ist nur sechs Punkte vom TuS Schönenberg entfernt. „Wenn wir gewinnen, haben wir uns vielleicht mächtig Luft verschafft. Schönenberg steht ja schon mit dem Rücken zur Wand“, sagt Hanauer.
Ein Neuer bei der SG
Die Vorbereitung der SG Rockenhausen/Dörnbach verlief dem Coach „im Großen und Ganzen in Ordnung“. In einem letzten Freundschaftsspiel unterlagen die Kombinierten zu Hause dem Alzeyer A-Klassenvertreter TuS Framersheim mit 4:5. Mit Verteidiger Cellestin Moukouri, der zurück zum FC Kandel gewechselt ist, hatte Rockenhausen/Dörnbach einen Abgang im Winter. Mit Florian Hofmann kam ein neuer Spieler vom TuS Steinbach. „Schönenberg ist eine sehr erfahrene. Mannschaft, warum das Team derzeit nur auf dem 15. Tabellenplatz steht, erschließt sich mir nicht so ganz“, sagt Timothy Hanauer und sagt: „Wir müssen versuchen, unser Spiel zu machen und Lösungen zu finden. Hinten wollen wir stabil stehen.“ Das Hinspiel haben die SG-Akteure in Schönenberg noch mit 0:3 verloren. Verlieren ist aus Sicht der Hanauer-Elf aber „verboten“.
Nach einer langanhaltenden Ergebniskrise ging es bei Schönenberg in den letzten beiden Partien im vergangenen Kalenderjahr endlich wieder bergauf. Vier Punkte in zwei Spielen lautete dabei die Bilanz. Jetzt soll sich dieser Trend bestenfalls fortsetzen, um aus der Abstiegszone zu kommen. Und dafür haben die Schönenberger mit dem anstehenden Sechs-Punkte-Spiel gegen Rockenhausen/Dörnbach gleich die Chance, mit Schwung in den Bezirksligaauftakt zu starten.
Alle Testspiele gewonnen
Alle Testspiele entschieden die Schönenberger in der Winterpause für sich. Gegen Ramstein II setzte sich die Truppe beispielsweise mit 2:1 durch. Zustande kam dieses Aufeinandertreffen durch den inzwischen nicht mehr ganz so neuen Mann an der Seitenlinie. Konni Weis übernahm vergangenen Herbst die Verantwortung, nachdem zuvor interimsweise Daniel Rensch und Alex Becker als Coach aktiv waren. Jedenfalls entschied sich Weis kurzfristig dazu, seinen Job bei Ramstein zu beenden, um seinen Heimatverein in einer Krise zu unterstützen. Und das große Verständnis beider Seiten zeigte sich eben auch darin, dass es überhaupt zu solch einem Freundschaftskick kam. Menschlich hat sich Weis schnell zurechtgefunden, ihm waren schließlich die allermeisten Kicker bereits im Vorhinein vertraut.
Sportlich dauerte es aber ein paar Spiele, bis es mit dem neuen Trainer fruchtete: Mit dem 3:1-Erfolg gegen die FCK-Portugiesen stieß der TuS nach acht Niederlagen in Folge den Bock um. Und gegen Battweiler holte die Truppe ein 1:1, wobei vermeintlich sogar mehr drin gewesen wäre. „Leider sind wir an der Chancenverwertung kaputt gegangen“, blickt Spielleiter Timmy Weis zurück. Aber weiter führt er aus: „Dafür ist die Vorbereitung gut gelaufen“. Denn neben Ramsteins Zweiter setzte sich der TuS gegen drei ambitionierte A-Klassen-Mannschaften durch. Und dabei ist es nicht einmal ein Jahr her, dass die Schönenberger in der A-Klasse aufgelaufen sind.
Sechs Absteiger
Fakt ist jedoch, dass sich der TuS ranhalten muss, wenn dies nach dem Sommer nicht wieder der Fall sein soll. Momentan liegt das Team nämlich auf Rang 15. Drei Punkte trennen sie dabei von einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings ist es nun eben so, dass in dieser Saison sechs Bezirksligamannschaften der Klassenverbleib nicht gelingen kann. Und um den Abstiegskampf für sich zu entscheiden, muss um jeden Punkt gekämpft werden. So auch in der kommenden Partie gegen Rockenhausen/Dörnbach, die sich momentan aber auch nur knapp außerhalb der Abstiegszone befinde. „Das wird ein Sechs-Punkte-Spiel“, hält Weis fest.