Tischtennis
Gefeiert und trotzdem fit am Tisch gestanden
Den ganzen Süden, Westen, aber auch Teile des Ostens des Bundesgebiets haben die Zellertaler Damen bei Ligaspielen schon gesehen. In den Seniorenspielklassen wurde sogar das gesamte Bundesgebiet bereist, in weiten Teilen mit großem Erfolg. Letztmalig fuhren die Tischtennisspielerinnen beim einjährigen Re-Intermezzo in der Regionalliga Südwest noch mal weitere Strecken und bereisten auch Städte in Baden-Württemberg bei Auswärtsspielen. In den Jahren und Jahrzehnten zuvor waren auch Auswärtsspiele in Ingolstadt, Erding, Kassel, in der Tischtennishochburg in Kroppach, Großen-Linden, Neckarsulm, Dernbach, Nistertal oder Sindelfingen dabei. Bei einem Auswärtsspiel in Wolfenhagen habe es auch die größte Calzone Deutschlands gegeben, erinnert sich Ermel. Da sind die „kurzen“ Fahrten nach Windhagen und Mühlheim schon fast ein Klacks.
180 Kilometer sind es, ausgehend von der TSG-Halle nach Windhagen, 120 Kilometer nach Mühlheim. Die Fahrten zu den Teams in der Pfalz und im Saarland werden so schon fast zu Kurztrips. „Wir waren schon auf schönen Weihnachtsmärkten, tollen Städten und schön ist es bei uns, dass immer nicht bloß vier Mannschaftsspielerinnen mitfahren, sondern wir sind dann schon ein paar mehr. Da wirds immer lustig und feiern können wir dann auch ziemlich lange“, erzählt Ermel.
Der Morgen danach
Vorgekommen sei es dann auch mal, dass die Nacht zum Tage gemacht wurde. „Wir hätten dann gar nicht so viele Zimmer buchen müssen, da wir in einem Zimmer auch mal eine Nacht durchgemacht haben, aber morgens einwandfrei am Tisch standen“, sagt Ermel und fügt an. „Das, was wir da immer erlebt haben, ist schon toll. Die allermeisten Mannschaften gibt es nicht mehr. Wir können halt seit über 35 Jahren feiern und gut Tischtennis spielen“, sagt die TSG-Mannschaftsführerin.
Die Nähe der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn zu den Spielorten vom vergangenen Wochenende wurde dann auch genutzt. „Wir konnten Bonn mal kennen lernen. Wir sind in den letzten 35 Jahren echt schon fast überall gewesen. Das zwar alles auf eigene Kosten, aber es ist und war einfach immer lustig“, ergänzt Ermel.
Erst sah es gut aus
Gegen den TTC Mühlheim-Urmitz/Bahnhof II musste die TSG Zellertal die erste Saisonniederlage einstecken. „Sie haben heute komplett gespielt. Die Ukrainerin auf Position vier war für hinten ganz okay“, erzählt Ermel über Iryna Tiutiunnyk, die gegen Anneli Heintz den entscheidenden Zähler zum 6:4 für die Mühlheimer einfuhr. Im Spitzenpaarkreuz gelangen Sylke Bayer und Silke Ermel jeweils Siege gegen Melodye Blanchet. Bis zum Stand von 4:4 sah es nach einer Punkteteilung aus, dann jedoch unterlag Christel Diefenbach gegen Katrin Drysch (1:3) und eben Heintz gegen Tiutiunnyk (0:3).
Im Spiel gegen den SV Windhagen schlug die Waage dann zugunsten der Zellertaler aus. Beim 6:4-Auswärtssieg hatte die TSG sich im hinteren Paarkreuz mit Christel Diefenbach und Anneli Heintz einen deutlichen Vorteil erspielt und vier Siege eingefahren. Im Spitzenpaarkreuz gelang Sylke Bayer ein 3:0-Erfolg gegen Johanna Braun.
Mit nunmehr 8:2 Punkten führt Zellertal die Tabelle der Oberliga Südwest an und trifft nächsten Samstag (18 Uhr) im Spitzenspiel in eigener Halle auf den Ligazweiten aus Finthen.