Donnersbergkreis Gedenktafel anstelle von Stolpersteinen

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Kirchheimbolanden soll sich nicht am Kunstprojekt „Stolpersteine“ beteiligen, das hat der Bauausschuss der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung entschieden. Er plädierte dafür, statt der im Boden verlegten Messingtafeln zur Erinnerung an menschliche Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus eine Informations- und Gedenktafel an den Treppen zur Holzgasse zu errichten.

Als Vertreter für den verhinderten Matthias Malinowski berichtete Michael Juppe vom Arbeitskreis „Stolpersteine“ über den Sachstand und die bisherigen Aktivitäten. Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln wird in vielen Städten im Land an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie werden meist vor den letzten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Man habe recherchiert, wo überall Juden in Kirchheimbolanden gewohnt hätten. Juppe betonte, man wolle die Ansicht von Carl Hausman, dem letzten Überlebenden des Holocausts aus Kirchheimbolanden, respektieren, der sich gegen die „Stolpersteine“ ausgesprochen habe, weil man, so Hausman, da „nochmal getreten werde“ (wir berichteten). Am heutigen Römerplatz in Kirchheimbolanden habe früher Thekla Becker gewohnt und so hatte der Ausschuss die Idee, an dieser Stelle, an der Treppe zur Holzgasse, eine Gedenk- und Informationstafel zu errichten. Hier sollen die Namen aller Juden, politisch, kirchlich und aus anderen Gründen Verfolgter, aufgelistet werden. Die Auffassung des Arbeitskreises wurde von den Ausschussmitgliedern geteilt. Nun sollen Gestaltungsvorschläge erarbeitet und ein geeigneter Text erstellt werden. |dwk

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