Donnersbergkreis Gebührensenkung beim Wasser in Sicht

Gute Nachricht für die Einwohner der Verbandsgemeinde Winnweiler: Aufgrund des Jahresergebnisses beim Wasserwerk und der positiven Entwicklung in diesem Jahr ist 2016 eine Gebührensenkung möglich. Darüber informierte Bürgermeister Rudolf Jacob den Werkausschuss und den Verbandsgemeinderat Winnweiler. Die Gremien billigten einstimmig die Jahresabschlüsse 2014 für das Wasserwerk, das Kanalwerk und das Schwimmbad.
berichtete, dass eine neue Kalkulation vorgenommen und im ersten Halbjahr 2016 dem Verbandsgemeinderat vorgelegt werde, wobei die Gebührensenkung dann rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft treten solle. Das Wasserwerk verzeichnet für 2014 einen Jahresüberschuss von 153.064 Euro trotz geringerer Umsatzerlöse. Im gleichen Zeitraum konnten auch die betrieblichen Aufwendungen gesenkt werden. Darin enthalten ist eine erwirtschaftete Konzessionsabgabe von 56.500 Euro. Anstelle einer Zuführung in den Haushalt der Verbandsgemeinde verblieb dieser Betrag im Wasserwerk und wurde als Rücklage bilanziert. Grundlage dafür sei ein Vertrag aus dem Jahr 1986, wonach die erwirtschaftete Konzessionsabgabe dann im Werk verbleibt, wenn die Eigenkapitalquote unter 40 Prozent liegt. Dies sei der Fall, erläuterte Jacob. Mit diesem Ergebnis seien die kassenwirksamen Verlustvorträge der Vorjahre komplett ausgeglichen, fügte er an. Die Sonderabnehmer bestimmen das Bild beim Wasserwerk, resümierten die Wirtschaftsprüfer und sprachen damit die Wasserlieferungen in die amerikanische Wohnsiedlung „Heuberg“ an. Das Gebührenaufkommen liegt bei den Tarifabnehmern bei 1,5 Millionen Euro und bei Sonderabnehmern bei 289.254 Euro. Der Wasserverbrauch je Einwohner liegt bei 39 Kubikmetern und damit im Landesdurchschnitt. Um den Mindestgewinn zu erreichen, muss eine Gebühr von 2,86 Euro je Kubikmeter verlangt werden, für den höchstmöglichen Gewinn müsste der Wasserpreis 3,42 Euro betragen, so die Wirtschaftsprüfer. Beim Wasserwerk Winnweiler liegt der Entgeltpreis bei 3,22 Euro. Rund 980.000 Euro wurden im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr investiert, davon 802.000 Euro in Druckanlagen, Leitungsnetz, Hausanschlüsse und Messeinrichtungen, 129.000 Euro als Baukostenzuschuss an den Wasserzweckverband und 41.000 Euro in Anlagen zur Versorgung der Wohnsiedlung „Heuberg“. Auch das Kanalwerk verzeichnet mit 96.643 Euro einen Jahresgewinn. Dennoch verringerte sich die Bilanzsumme um 285.050 auf 38,1 Millionen Euro. Investiert wurden beim Kanalwerk rund 1,4 Millionen Euro. Auf Anlagen im Bau entfallen 626.000 Euro, auf Sammler in Ortslagen 566.000 Euro und auf Hausanschlüsse 195.000 Euro. Trotz dieser Wertverbesserungen hat sich das Anlagevermögen verringert, weil der Werteverzehr höher bilanziert ist als die Summe der Investitionen. Die Abschreibungen lagen im Wirtschaftsjahr 2014 bei 1,7 Millionen Euro und somit rund 309.000 Euro über den Investitionen, so die Wirtschaftsprüfer. Einen leichten Anstieg gab es bei den Umsatzerlösen, aber auch deutlich höheren Aufwand, so dass der Gewinn gegenüber dem Vorjahr geringer ausfiel. Wesentlich sind die Abwasserentgelte mit einer Million Euro, wiederkehrende Beiträge mit 581.287 Euro, Erlöse aus Sondereinleitung im Bereich der Wohnsiedlung „Heuberg“ mit 556.240 Euro und aus der Straßenoberflächenentwässerung mit 345.000 Euro. Das Entgelt je Einwohner liegt bei 162 Euro. Für die Erwirtschaftung des Mindestgewinns sind 156 Euro erforderlich, und als Höchstgrenze gilt der Betrag von 178 Euro. Der Jahresverlust beim Schwimmbad betrug 288.976 Euro. Der kassenwirksame Verlust liegt bei 209.944 Euro und wird von der Verbandsgemeinde ausgeglichen. Die Differenz von 79.031 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen und reduziert das Eigenkapital. Es beträgt bei einer Bilanzsumme von 1,3 Millionen Euro immerhin 831.405 Euro. Die Erhöhung des Fehlbetrages um 38.637 Euro ist hauptsächlich auf betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Die Eintrittspreise blieben unverändert, durch regelmäßige Wartung und Unterhaltung konnten größere Reparaturen vermieden werden. (llw)