Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: ASV Winnweiler enttäuscht zum Saisonauftakt in der Bezirksliga Westpfalz

Dem Ball hinterher: Niklas Schattauer (vorne in Rot) vom ASV Winnweiler.  Foto: J. Hoffmann
Dem Ball hinterher: Niklas Schattauer (vorne in Rot) vom ASV Winnweiler.

ASV Winnweiler verliert am vergangenen Freitagabend das erste Punktspiel in der Bezirksliga Westpfalz gegen die SG Rieschweiler II mit 4:9 (0:7). Trotz der hohen Niederlage steigert sich der ASV in der zweiten Halbzeit.

Daniel Preuß, der Spielertrainer der Gäste, war trotz des Kantersieges nach Spielende ziemlich sauer auf seine Mannschaft. Dies brachte er mit einer treffenden Formulierung zum Ausdruck: „Du gewinnst 9:4 und hast trotzdem soo einen Hals!“ Seine Kritik bezog sich aber nur auf den Verlauf der zweiten Hälfte – mit der ersten war er vollauf zufrieden –, hier auf das Nachlassen seines Teams und auf die vier vermeidbaren Gegentore, denn Preuß weiter: „Bei einem knappen Spielstand kann so etwas die Partie zum Kippen bringen.“

Nach der Hitze des Tages hatten sich die äußeren Bedingungen gegen Abend etwas verbessert. Es war zwar immer noch warm und leicht schwül, aber bewölkt und nicht mehr so heiß. Die SG war von Beginn an spielerisch und körperlich dem ASV überlegen. Mit durchdachtem schnellem Angriffsspiel, mit Drang zum Tor, frühem Attackieren und einer sicheren Abwehr, ließ sie die Heimmannschaft kaum zur Entfaltung kommen. Ein Beleg dafür: Erst nach etwa einer halben Stunde hatte der ASV seinen ersten Torschuss zu verzeichnen.

Die zahlreichen SG-Tore waren einerseits die Folge von schön herausgespielten Aktionen, beruhten zum Teil aber auch auf unglücklichem und fehlerhaftem Verhalten des Ersatztorwarts Martin Leister. So in der 32. Minute, als ein von Daniel Preuß hoch getretener Freistoß aus etwa 30 Meter Entfernung – der Ball war sehr lange in der Luft – sich ins Tor senkte und das 0:6 markierte. Damit war nach einer guten halben Stunde das Spiel eigentlich bereits entschieden. Dass es Leister aber auch besser kann, bewies er in der zweiten Hälfte, als er einige stramme Schüsse mit schönen Flugparaden entschärfte.

Trotz des Pausenstandes von 0:7 resignierte der ASV nicht, zeigte sich in der zweiten Hälfte verbessert und war bemüht, das Ergebnis etwas günstiger zu gestalten. Auffallend hier vor allem der junge Stoßstürmer Ricki Schander, der jetzt besser von seinen Mitspielern eingesetzt wurde und mit einem Hattrick drei Tore besteuerte. Das vierte Tor gelang Christian Zapp nach einer Ecke mit einem schönen platzierten Kopfball kurz vor Schluss. Es kam der Heimelf auch entgegen, dass die SG wohl im Gefühl des sicheren Sieges nicht mehr so konsequent mit dem unbedingten Drang zum Tor wie vor der Pause auftrat, sondern phasenweise das Ergebnis verwaltete. Wie eingangs erwähnt, war dies der Hauptgrund für den Ärger ihres Spielertrainers.

Insgesamt war es ein recht faires Spiel, mit dem der Schiedsrichter Matthias Schwenk wenig Mühe hatte. Er musste nur einmal eine Gelbe Karte zeigen, zog sich allerdings in der 30. Minute, als er einen Foulelfmeter für die SG pfiff, kurzzeitig den Unmut des Publikums und des ASV-Trainers zu.

Gerd Hanauer, der den ASV zusammen mit Franz Mayer in dieser Saison als Coach betreut, sprach von einer frustrierenden ersten Hälfte, in der sein Team überhaupt nicht ins Spiel gefunden hatte. Erfreulich für ihn war, dass sein Appell in der Pause, sich trotz des aussichtslosen 0:7 nicht hängen zu lassen, von seinen Spielern umgesetzt wurde. Er wies noch darauf hin, dass sein Kader momentan aus einer „blutjungen Truppe“ besteht, die sich auch erst finden muss. Sieben davon spielten in der letzten Saison noch in der A-Jugend. Das Ziel für die neue Spielzeit ist klar: Es kann nur der Klassenerhalt sein.

So spielten sie

ASV Winnweiler: Leister - Eisenbeiss, Vogel, Pfannenstein, Prach (8. Nazifi) - Becker, Günther, Zapp - Schander, Mayer, Schattauer

SG Rieschweiler II: Rohr - Emser, Weis, Schlayer, Groh - Klein (28. Mangold), Preuß, Bißbort - Welter, Groh, Günther (76. Hüther)

Tore: 0:1 Groh (4.), 0:2 Emser (11.) , 0:3 Weis (14.), 0:4 Preuß (28.), 0:5 Preuß (30., Foulelfmeter), 0:6 Preuß (32.), 0:7 Mangold (43.), 0:8 Weis (49.), 1:8 Schander (61.) , 2:8 Schander (78.), 2:9 Welter (79.), 3:9 Schander (81.), 4:9 Zapp (89.) - Gelbe Karte: Weis - Beste Spieler: Pfannenstein, Becker, Schander - Emser, Preuß, Welter - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Schwenk (Gundersheim).

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