Donnersbergkreis Faszination auch nach 48 Jahren ungebrochen

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Dass der gemeinsame Auftritt der Chöre aus der Ortsgemeinde Winnweiler auch nach 48 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat, liegt wohl zu einem guten Teil an dem seit Jahren festgeschriebenen Termin und vor allem an der Wahl des Veranstaltungsortes: der katholischen Kirche Herz Jesu mit ihrer unvergleichlichen Ausstrahlungskraft sowie der fantastischen Akustik. So waren auch am vergangenen Sonntag die Bankreihen wieder dicht besetzt und zahlreiche Besucher ließen sich zum zweiten Advent von den mitwirkenden Chören musikalisch verwöhnen.

Hans Busch leitete mit einem eindrucksvollen Orgelvorspiel die besinnliche Stunde ein, die gemeinsam mit dem Taizé-Lied „Meine Hoffnung“ eröffnet wurde. Traditionell machte der Hochsteiner Kinderchor (Leitung Angelina Jacob/Nicolas Geminn) den Anfang der Vortragsfolge. Mit kindlicher Freude besangen die Kleinen die Botschaft der Engel „Vom Himmel hoch“ und die „fröhliche, selige Weihnachtszeit“. Zum ersten Mal dabei war der gemischte Chor „Tonika“ der Sängervereinigung Winnweiler, der sich aus dem vor einigen Jahren gegründeten Projektchor formiert hat. Die Sängerinnen und Sänger beeindruckten mit dem klangschönen „Sunny Light of Bethlehem“ und einem jubelnden „Halleluja“. Der Mädchenchor DivaCanto (Leitung Hildegund Becker) brachte ausdrucksstark „Dona pacem, Domine“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ zu Gehör. „Cantate Domino“ und die uralte Weise „Es ist ein Ros’ entsprungen“ trug der protestantische Kirchenchor (Leitung Gudrun Scherrer) eindrucksvoll vor. Die Chorgemeinschaft der Gesangvereine Hochstein und Münchweiler (Leitung Hildegund Becker) ließ dem Chor „Pollite portas“ die beschwingte Weise „Freu’ dich Erd“ und „Sternenzelt“ folgen. Der Frauenchor der Sängervereinigung Winnweiler, wie Tonika von Jens Illichmann in Vertretung der erkrankten Chorleiterin Petra Lieberich dirigiert, verbreitete strahlenden musikalischen Glanz mit „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Zudem berührten die Sängerinnen die Zuhörer mit nachdenklichen Tönen des Liedes „Es ist kein Raum für dich“, ehe sie „Ehre sei Gott“ jubilieren durften. Stimmstark und gewohnt klangschön präsentierte sich Vielharmonie Hochstein (Leitung Sonja Walther) mit dem englischen Weihnachtslied „Die Botschaft“ und verbreitete Vorfreude aufs Fest mit der volkstümlichen Weise „Fröhliche Weihnacht überall“. Andachtsvolle Töne schlug der Männerchor der Sängervereinigung Winnweiler (Jens Illichmann) mit dem Chor „Lobe den Herrn meine Seele“ nach Psalm 103 an und ließ mit den „Weihnachtsglocken“ schon die „stille, heil’ge Nacht“ anklingen. Und dann wurde es sogar in und um den großen Chorraum der Herz-Jesu-Kirche eng: Rund 100 Akteure der Sängervereinigung vereinten sich zum machtvollen Schlusslied „Still zünden wir ein Licht nun an ... wir beten für die Welt“. „Hausherr“ Pfarrer Walter Fuhrmann hatte Mitwirkende und Zuhörer begrüßt. Schade, dass seine gut gewählten Worte zur Einstimmung wegen der teils defekten Lautsprecheranlage nicht überall verstanden wurden. Nicht ungehört verhallte jedoch sein Aufruf zu einer Geldspende: 937 Euro können den kirchlichen Hilfsorganisationen „Adveniat“ und „Brot für die Welt“ zugeführt werden. Eine Schriftlesung aus dem Markus-Evangelium zum zweiten Advent, das gemeinsam gesprochene Vaterunser und Segensworte von Fuhrmann, der allen Mitgestaltern dankte, unterstrichen den gottesdienstlichen Charakter des Adventssingens, das mit einem Gemeindelied ausklang. (rm)

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