GAUERSHEIM
Fanclubgeschichten: Wie ein paar Gauersheimer beim Pokalfinale dabei waren
Ohne Dauerkarte ist es äußerst schwierig, ein Heimspiel der Bayern zu besuchen. Anfang Februar hat es Sascha Hack, der Vorsitzende des Gauersheimer Fanclubs, aber geschafft, 40 Karten für das Spitzenspiel gegen Leipzig zu organisieren. So konnten die „Pfälzer Bazis“ ihr Team direkt in der Arena unterstützen. Damals ahnte aber noch niemand, dass es eines der letzten Heimspiele in dieser Saison mit Zuschauern sein sollte.
Nach der Corona-bedingten Unterbrechung nahm die Bundesliga dann im Mai, unter Ausschluss der Zuschauer, mit den sogenannten Geisterspielen, wieder den Spielbetrieb auf. Um trotzdem die Lieblingsmannschaft unterstützen zu können, gab es vom FC Bayern das Angebot, ein Banner mit dem Namen des Fanclubs anfertigen zu lassen, das dann bei den restlichen Heimspielen der Saison im Stadion aufgehängt wird.
Insgesamt 900 Banner
Als Sascha Hack davon hörte, war er spontan bereit, die 19 Euro zu investieren, die die Anfertigung des Banners gekostet hat. Zumal der Betrag nicht für Vereinszwecke des FC Bayern verwendet wird, sondern zu gleichen Teilen an die Stiftung „We Kick Corona“, die von den Bayern-Spielern Joshua Kimmich und Leon Goretzka ins Leben gerufen wurde, und den Verein „FC Bayern Hilfe e.V.“ gespendet wurde.
Zum Höhepunkt der Saison, dem DFB-Pokalfinale in Berlin, das die Bayern mit 4:2 gegen Bayer Leverkusen gewannen, wurden die 900 Banner – so viele Fanclubs hatten sich an der Aktion beteiligt – verladen und im Olympiastadion aufgehängt. „Wir alle freuen uns auf den Moment, wenn unsere Fans die Mannschaft wieder im Stadion unterstützen können. Aber im Moment ist Fußball ohne Fans die einzige Möglichkeit, überhaupt Spiele stattfinden zu lassen. Daher ist so eine Aktion der bestmögliche Weg, das Team zu unterstützen“, sagte Jan-Christian Dreesen damals, der im Vorstand des FC Bayern für die Fanbelange verantwortlich ist.
Ehrenplatz bei den Bazis
Nach Abschluss der Saison bekam Hack nun das Fanclub-Banner zugeschickt, zusammen mit einem Dankesbrief unterzeichnet von Raimund Aumann, dem ehemaligen Bayern-Keeper und jetzigen Fanclubbeauftragten. Das Banner wird nun einen Ehrenplatz bei den „Gaaschemer Bazis“ erhalten und an diese kuriose Saison erinnern.