Donnersbergkreis „Engel gucken schon ums Eck“
«WINNWEILER.» Beim Adventskonzert der Winnweiler Chöre in der katholischen Kirche Herz Jesu traten neben den Winnweilerern auch die Chöre aus Hochstein und Münchweiler auf. In diesem Jahr lag die Gesamtorganisation beim Hochsteiner Gesangverein. Das fast zweistündige Konzert sorgte am Abend des zweiten Advents für eine gut gefüllte Kirche.
Nach einem Orgelspiel von Dominik Keller, dem Organisten des Abends, durften unter dessen Begleitung alle Besucher ein gemeinsames Lied singen. Pfarrer Walter Fuhrmann rezitierte zur Begrüßung das Gedicht von Bert Brecht „Maria“ und merkte dazu noch an, dass damals Maria und Josef wegen eines römischen Steuergesetzes gezwungen waren, nach Bethlehem zu gehen. „Heute würde man dazu ’Finanzamt’ sagen. Schon immer wurde dem Geld mehr Aufmerksamkeit geschenkt als anderen Dingen. Heute fast mehr als damals“, schließt er. Vor Fuhrmanns Begrüßung durfte der Hochsteiner Kinder- und Jugendchor „Hast du Töne“ – unter der Leitung von Angelina Burg und am Klavier von Nicolas Geminn begleitet – „Licht ins Dunkel“ tragen. Mit einer brennenden Kerze liefen sie auf den Altar zu und sangen außerdem „Engel gucken schon ums Eck“. Die Chorgemeinschaft Münchweiler-Hochstein sang „Advent ist ein Leuchten“, bei dem Rolf Schäfer mit seiner Mundharmonika ein Solo spielte. Auch aus Hochstein brachte der Frauenchor „Diva Canto“, ebenfalls unter der Leitung von Fabian Zewinger, „Ave Maria, mit Gnaden gezieret“ und „Nutcracker Jingles“ zu Gehör. „Viel Harmonie“, unter der Leitung von Sonja Knobloch, wurde bei den Weihnachtsliedern „Süßer die Glocken nie klingen“ und „The very best time of the year“ seinem Namen gerecht. „Oh du fröhliche“ und „Gloria“ sangen alle Sänger der verschiedenen Chöre aus Hochstein und Münchweiler. Neben Fabian Zewinger begleitete bei manchen Stücken Jutta Schitter am Klavier. Die Winnweiler Sängervereinigung, unter der musikalischen Leitung von Petra Lieberich, kam mit ihren drei Chören und bereicherte das üppige Programm. Der Männerchor trug „Engelschöre singen“ und „Weihnachtsglocken“ vor. „Tonika“, der gemischte Chor der Winnweilerer, ließ „Sunny light of Bethlehem“ und „Adventsfreude“ erklingen. „O holy night“ durfte neben „Welch ein klingen, Engel singen“ der Frauenchor der Sängervereinigung vortragen. Auch diese drei Chöre ließen die Stimmgewalt in der Kirche gemeinsam ertönen mit „Still zünden wir ein Licht nun an“. Ein Hochgenuss an diesem Konzertabend war die Darbietung des protestantischen Kirchenchors aus Winnweiler. Unter der Leitung von Gudrun Scherrer sowie hervorragender instrumentaler Begleitung des Violinisten Sebastian Galwas und des Harfenisten Florian Jurzitza sorgten die beiden Instrumentalisten für eine wunderbare Untermalung des dargebotenen Gesangs. Mit „Adventruf“, „Weihnachtliche Andachtsweisen aus Südtirol“ und dem „Südtiroler Mettenlied“ brachten sie den Besuchern etwas weniger bekannte weihnachtliche Lieder zu Gehör. Zum Schluss durften die Besucher des Konzerts noch mit allen gemeinsam „Macht hoch die Tür“ singen.