Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Eisenberg blitzt für den halben Donnersbergkreis

Die Bürgermeister Sabine Wienpahl und Bernd Frey lassen sich die Blitzanlage von Dennis Kandziora (rechts) vom Eisenberger Ordnu
Die Bürgermeister Sabine Wienpahl und Bernd Frey lassen sich die Blitzanlage von Dennis Kandziora (rechts) vom Eisenberger Ordnungsamt erklären.

Die Verbandsgemeinde Eisenberg blitzt künftig auch in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die beiden Bürgermeister von Kirchheimbolanden und Eisenberg, Sabine Wienpahl (SPD) und Bernd Frey (SPD). Eisenberg blitzt nun für den halben Donnersbergkreis.

Sabine Wienpahl erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit der VG Eisenberg, präventiv wirken zu können und Raser innerhalb der Ortsgebiete der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden abbremsen zu können, wie sie sagt. Beispielsweise sei der Kupferberg in Kirchheimbolanden ein Bereich, in dem es immer wieder zu Beschwerden kommt, ebenso wie so einige andere Ecken in der Kreisstadt. Auch die Ortsdurchfahrt des Bolanderhofs ist eine der Stellen, an denen sehr oft über dem Limit gefahren werde.

Für Wienpahl ist es wichtig, dass auch die Ortsgemeinden in die Entscheidung miteinbezogen werden, wo kontrolliert werden soll. Sie rechnet hier mit der Unterstützung der Ortsbürgermeister und der Gemeinderäte. Oberstes Ziel sei es, die Raser zur Vernunft zu bringen und den Verkehr in den Ortsstraßen sicherer zu machen, betonte sie.

Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren für die Übertragung der Kontrolle, es ist beim Innenministerium anhängig. Dort werden noch einige Fachbereiche gehört und dann – da sind sich Wienpahl und Frey einig – kann es losgehen. Es wird jetzt auch darum gehen, Daten zu vermeintlichen Raser-Schwerpunkten zusammenzutragen und zu bewerten. Hierzu dienen auch Geschwindigkeitsmesstafeln. In diesen sind Aufzeichnungsgeräte verbaut, die Aufschluss darüber geben können, wann das Verkehrsaufkommen wie hoch ist und welche Geschwindigkeiten dort tatsächlich gefahren werden. Das Eisenberger Ordnungsamt wird dann die die genannten Stellen bewerten und entsprechende Messpunkte festlegen.

Wer dann beim Zuschnellfahren erwischt wird, bekommt Post aus Eisenberg, obwohl das Ganze in der VG Kirchheimbolanden geschah. In der getroffenen Vereinbarung ist geregelt, dass die komplette Abwicklung der Bußgelder über Eisenberg läuft. Übrigens: Wer geblitzt wird und dann auch nicht angeschnallt ist und/oder ein Handy am Ohr hat, sorgt dafür, dass die Rechnung noch höher ausfällt.

„Mit der VG Kirchheimbolanden im Boot decken wir nun rund den halben Donnersbergkreis in Sachen Geschwindigkeitsüberwachung ab“, stellt Eisenbergs Bürgermeister Bernd Frey (SPD) fest. Er unterstrich die Wichtigkeit, bei bestimmten Projekten mit anderen Verbandsgemeinden gemeinsame Sache zu machen. Dadurch spare man letztlich Kosten und kann die vorhandenen Ressourcen effektiver nutzen. Nicht jede Kommune kann alles vorhalten, was notwendig ist, um die Viezahl an Aufgaben zu erfüllen, meinte Frey. Mit der VG Göllheim beispielsweise habe Eisenberg einen Partner gefunden, um das umfangreiche Wasserwerk operativ abzudecken. Beim Brandschutz teilen sich beide Verbandsgemeinden die hauptamtlichen Gerätewarte und für die digitale Ausrichtung der Kommunen habe die VG Eisenberg sogar eine Schlüsselrolle in Rheinland-Pfalz übernommen. Auch die gemeinsame Geschwindigkeitsüberwachung mit der VG Winnweiler sei eine kleine Erfolgsstory, findet Frey, und man arbeite bereits an einem nächsten Zukunftsprojekt.

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