Donnersbergkreis
Dritte Halbzeit: Windeckers bemerkenswerte Bestmarke
Er trifft. Wieder und wieder. Für Marc Windecker ist es schon fast ein Muss. „Ich spiele Fußball, weil man da Tore schießen kann. Das ist ein bisschen eine Sucht“, sagt der 30-jährige Torjäger des A-Klassisten FC Eiche Sippersfeld. Und fügt bescheiden an: „Aber ich habe auch oft das Gefühl, dass ich einfach Glück habe und genau da stehe, wo mir der Ball vor die Füße fällt.“
Glück oder nicht – Fakt ist: Windecker hat einen ausgeprägten Torriecher. Sieben Treffer hat der aus Sippersfeld stammende Lehrer in der noch jungen Saison bereits gelandet. Dass er damit Dritter der Liga-internen Torjäger-Rangliste ist – geschenkt. Bemerkenswerter ist da wohl etwas anderes: Mit seinen beiden Treffern am Sonntag gegen Ligakonkurrent TuS Bolanden setzte Windecker eine für den FC Eiche Sippersfeld außergewöhnliche Marke: Denn als Windecker in der 38. Minute den etwas zu zögerlichen Bolander Torhüter überspielt, markiert er seinen 323. Treffer im Dress des FC – in seinem 323. Punktspiel für Sippersfeld.
Den Trainer auf Rang zwei verwiesen
Woher er das weiß? „Christian Buhrmann führt bei uns eine komplette Vereinschronik. Ihm fehlen glaube ich nur drei Jahre aus den 50ern“, erzählt Windecker, der seit 2008 für den FC kickt und seit Sonntag die Vereinsrangliste anführt. „Unser Spielertrainer Thomas Buhrmann hat 321 Tore. Den habe ich nun überholt“, weiß Windecker. Auf Rang drei: Hardy Theobald, der sich ebenfalls zum „Klub der 300er“ zählen darf.
Dass er den Rekord schaffen könne, sagt Windecker, habe er gewusst – auch wenn er nicht genau gewusst habe, wo er stehe. Immerhin: Zur Weihnachtsfeier gab’s erst Urkunden, weil er nacheinander 300 Punktspiele und 300 Tore geschafft hatte. „Aber dass das nun auch noch genau zusammenfällt, ist schon kurios“, muss der Torjäger nun schmunzeln.
Jetzt geht’s um den Schnorres
Und nun? Welche Ziele setzt man sich noch, wenn man schon den Vereinsrekord hält? „Ich habe da eine Wette mit meinem Vater“, verrät Windecker lachend. Papa Windecker sei nämlich „gefühlt mit Schnurrbart zur Welt gekommen“. „Wenn ich in dieser Saison 32 Tore schieße, muss sein Schnurrbart ab. Wenn nicht, muss ich eine Woche mit Schnurrbart herumlaufen.“ Gemessen an seinem derzeitigen Schnitt eine machbare Aufgabe für Marc Windecker: 25 Treffer fehlen ihm noch – aus 28 noch ausstehenden Partien. Nur eines darf er dabei wohl nicht einkalkulieren: Spielertrainer Buhrmann, heißt es auf der Facebookseite des Vereins, habe schon angekündigt, von nun an alle Elfmeter zu schießen. Die Jagd auf den Rekord geht weiter.