Donnersbergkreis Dritte Halbzeit:

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Diese Meldung brachte die Verantwortlichen des FV Rockenhausen um Sportvorstand Thorsten Trost am Samstagnachmittag verständlicherweise auf die Palme. Um 14.43 Uhr, 17 Minuten vor Endrundenstart des Rockenhausener Hallenturniers (wir berichteten gestern ausführlich), ging bei Trost ein Anruf mit unbekannter Nummer ein. Es meldete sich ein Spieler des VfL Kaiserslautern, der dem Mannschaftsrat angehört und Bescheid geben wollte, dass der VfL nicht antreten werde. Eine Absage eines Endrundenteilnehmers unmittelbar vor dem Auftaktspiel. Den Turnierplan durcheinander geworfen, die Chance, den Fünften der Vorrundengruppe B, den ASV Winnweiler, als Nachrücker zu fragen, ob er einspringen könne – wegen der Kurzfristigkeit unmöglich. Das gab es in der Hallenturnierhistorie des FVR noch nie. „So etwas ist eine bodenlose Frechheit und absolut lächerlich“, stand Trost die Wut ins Gesicht geschrieben. Der Trainer des VfL Kaiserslautern, Filipe Pinto, schilderte im Gespräch mit der RHEINPFALZ seine Sichtweise: „Um elf Uhr haben wir das erste Mal beim FVR angerufen, aber erst um 13 Uhr jemanden erreicht. Da haben wir abgesagt.“ Wer da genau wen angerufen haben soll, konnte Pinto nicht sagen. Dubios. Der Grund, warum der VfL nicht angetreten ist, sei die Tatsache, dass Pinto nur fünf Spieler zur Verfügung standen. „In der Vorrunde haben sich zwei Spieler verletzt, und am Samstagmorgen haben zusätzlich noch zwei krankheitsbedingt abgemeldet. Und mit fünf Spielern trete ich definitiv nicht an“, so Pinto, der das Ärgernis des FVR versteht, aber an seiner Aussage festhält, die Absage um 13 Uhr getätigt zu haben. „Heute ist doch durch die Technik alles nachweisbar. Es war zwanzig vor drei. Selbst wenn es 13 Uhr gewesen wäre, in der Kürze der Zeit kann man nicht erwarten, noch Ersatz zu finden und diese Lücke zu schließen“, betont Trost, der nun vom VfL fordert, die durch die Nichtteilnahme entstandenen finanziellen Einbußen auszugleichen. Falls der gewünschte Betrag nicht bis zu einem vorgelegten Tag auf das FVR-Konto überwiesen ist, werde Trost eine Anzeige über die Gebietsspruchkammer tätigen. „Das ist auch ihr gutes Recht“, betont Kreisvorsitzender Udo Schöneberger. Grundsätzlich werde das Nichtantreten des VfL wie in einem gewöhnlichen Rundenspiel mit einer Strafe von 25 Euro, die an den Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) geht, gehandhabt. „Darüber hinaus kann der FVR Schadenersatz fordern. Ob sich der Betrag allerdings in der gewünschten Größenordnung einpendelt, muss die Gebietsspruchkammer entscheiden.“ (fsm)

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