Donnersbergkreis Drei Satzgewinne, kein Punkt

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Winnweiler. Explosive Top-Spin-Rallys. Schnittige Ballonabwehr. Harte Blocks. Die G.S. Regaldi Novara, am Sonntag zu Gast beim TTC Winnweiler, spielte für die Galerie – und der Außenseiter gleich mit: 4:0 siegte der italienische Fünftligist (Serie C1) aus dem Piemont in der ersten Runde des ETTU-Intercups. Den Ballwechsel des Abends entschied der TTC für sich.

Man sah es ihm nicht an, doch Massimiliano Cristofaro war flink auf den Beinen. Doppel, dritter Satz, 9:9-Remis: Das weiße Bällchen zischte auf Cristofaros Rückhand zu. Was der kleine, stämmige Italiener daraus machte, war ein Riesen-Bluff. „Da kann man nichts tun. Mal ist kein Schnitt drin, mal ziemlich viel. Teilweise muss man senkrecht hochziehen“, hatte Lars Haag schon vorher, nach seinem chancenlosen 0:3 gegen Cristofaro, das taktisch ausgefeilte System des Italieners beschrieben. Der Novareser überraschte: Statt mit dem Anti-Top-Belag in Björn Böttgers Kracher zu hacken, sprintete er vor, schoss mit der Vorhand durch. Normalerweise ein sicherer Punkt – hätte Winnweilers Günter Haag nicht perfekt gestanden. Er pfefferte den Ball ins offene Feld. Punkt des Tages, Haag jubelte, die beiden Italiener klatschten mit den Schlägern. Top-Spin, Block, Unterschnitt-Abwehr – ein verrückter Ballwechsel! Dem TTC-Duo mit Böttger und Haag bescherte er einen weiteren Satz. Am Ende reichte es gegen Cristofaro und Claudio Sassi nicht: 3:1 gewannen die Italiener – das 4:0. Einen Punkt hatte der TTC verdient. „Novara war schon stärker. Aber in den Einzelspielen war was drin“, meinte Günter Haag, der nur im Doppel zum Einsatz kam. Leckerbissen des Abends war schon der Auftakt: Böttger gegen Sassi, etwa die Nummer 140 der nationalen Rangliste, früherer Jugendnationalspieler. Aggressiv drängte der Winnweilerer den Norditaliener mit dem feinen Händchen in die Ballonabwehr, ließ die Vorhand einschlagen. 10:8 lag Böttger in Satz vier vorne, verlor noch 10:12, damit 1:3. Zu viele leichte Fehler bei den Annahmen – trotzdem ein gewaltiger Auftritt Böttgers. „Ich habe immer an die Chance geglaubt“, sagte der TTC-Spieler. „Er hat dann den Tick cleverer gespielt. Sobald ich im Spiel war, lief`s halt.“ „Wenn ich meins gewinne, kommt auch Lars vielleicht besser rein. Dann haben wir eine Chance“, meinte Böttger. Drei Satzgewinne für den TTC, kein Punkt. Regaldi Novara, Top-Klub der regionalen Serie C1, zeigte sich technisch eben den Tick reifer. Geschichte schrieb in Reihen des TTC übrigens Katharina Dinges. Als erste Frau in 26 Jahren Winnweilerer Intercup-Historie schlug sie auf. Und das ordentlich, mit harter Rückhand. 1:3 verlor Dinges gegen den 19-jährigen Nicolo De Lucia. (ppp)

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