Donnersbergkreis
Donnersbergkreis: Landrat würdigt Einsatzkräfte
„Gipfeltreffen“ der besonderen Art: Führungskräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz des Donnersbergkreises hat Landrat Rainer Guth der Jahresdienstbesprechung gewürdigt – und damit in der Summe 360 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zum Allgemeinwohl. Im Mittelpunkt stand aber etwas anderes.
Bis es zu den Ehrungen kam, mussten sich die Helfer zwar in Geduld üben – Landrat Guth und seine Beigeordneten konnten wegen einer längeren Sitzung erst mit Verspätung zu ihren Gästen kommen. Doch die Einsatzkräfte wussten die Zeit zu überbrücken: In der Keltenhütte wartete ein gemeinsames Abendessen. Zudem besichtigten die Ehrenamtler die vom Kreis neu angeschaffte Technik, darunter den Gerätewagen Atemschutz (Feuerwehr Rockenhausen), das gebrauchte Wechselladerfahrzeug mit den Abrollbehältern Mulde, Logistik und Wasser (Feuerwehr Winnweiler) sowie den Kühlanhänger für Getränke und Verpflegung (DRK-Schnelleinsatzgruppe Eisenberg).
„Deutliche Strukturverbesserung“ im Kreishaus
Diese Kreisanschaffungen haben sich bereits vielfach bewährt, wie Landrat Rainer Guth später berichtete. Auch im Kreishaus habe sich seit dem in Auftrag gegebenen Gutachten viel getan. So werde das Team im Referat Brand- und Katastrophenschutz um den ersten hauptamtlichen Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Christian Rossel nun durch einen erfahrenen feuerwehrtechnischen Bediensteten (KFI im Landkreis Birkenfeld) sowie zwei neue Auszubildende als feuerwehrtechnische Bedienstete und einen neuen Sachbearbeiter ergänzt. Zudem habe der bisherige Sachbearbeiter seine Aufstiegsprüfung erfolgreich absolviert, sodass man im Ganzen von einer deutlichen Strukturverbesserung sprechen könne.
Als „Bindeglied“ zwischen Haupt- und Ehrenamt wurde beim Treffen der mehrheitlich gewählte Dörnbacher Andreas Born zum ersten Kreisfeuerwehr-Obmann ernannt. Dank zollte Guth den Verantwortlichen der Jugendfeuerwehren: Sie seien sehr wichtig für die Nachwuchsgewinnung. Ebenso hob er die recht hohen Einsatzzahlen für den Brandschutz-Rettungswagen und Einsatzleitwagen für den Abschnitt Gesundheit hervor, berichtete über den Neubau der SEG-Halle in Rockenhausen sowie den wegen bevorstehender Gesetzesänderungen ins Stocken geratenen Neubau der Rettungswache Winnweiler.
Eine „Vorpremiere“ zum Abschluss
Im Mittelpunkt dieser Jahresdienstbesprechung stand aber etwas anderes: die Verleihung von zehn goldenen Feuerwehrehrenzeichen des Landes und die Ernennung neuer Funktionsträger. Nach der vom Kreistag beschlossenen Änderung der Kreissatzung konnte Guth auch einige Ernennungen für Funktionsträger in Kreiseinheiten vornehmen. Neben Felix Groben (Feuerwehr Morschheim) als neuen Fachgebietsleiter für Grundausbildung und Truppführerausbildung sowie Thorsten Hilge (Feuerwehr Rockenhausen) als Gerätewart Gefahrstoffzug wurden elf Teileinheitsführer und Stellvertreter für den Gefahrstoffzug Donnersbergkreis bestellt.
Zum Abschluss wartete auf die Anwesenden eine besondere „Vorpremiere“: Sie bekamen die durch Prüfungsarbeiten der Hochschule Rhein-Main entstandenen beiden Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Imagefilme mit Szenen aus dem gesamten Kreisgebiet präsentiert. Guth dankte allen Anwesenden: Sie seien über das Maß hinaus aktiv im Ehrenamt – egal, welche Farbe ihre Uniform habe.
Die Geehrten
- 45 Jahre Feuerwehrdienst: Stephan Müller (Feuerwehr Rockenhausen)
- 35 Jahre Feuerwehrdienst: Peter Hamscher (Feuerwehr Kriegsfeld), Rainer Hartelt (Göllheim), Holger Keller und Sven Rahm (Finkenbach-Gersweiler), Uwe Reichwald (Kirchheimbolanden), Rüdiger Ruppert (Dannenfels), Stefan Stein (Albisheim), Rheinhold Tilgner (Marnheim), Günter Vollet (Ruppertsecken)
- Teileinheitsführer Gefahrstoffzug Donnersbergkreis: Daniel Hönes (Alsenz-Obermoschel), Simon Lischeweski (Eisenberg/Ramsen), Tobias Herweck (Göllheim/Zellertal), Michael Baab (Kirchheimbolanden), Thorsten Hilge (Rockenhausen), Matthias Luft (Winnweiler)
- Stellvertretende Teileinheitsführer Gefahrstoffzug Donnersbergkreis: Markus Brosch und Christian Müller (Eisenberg/Ramen), Lukas Grünewald (Göllheim/Zellertal), Steffen Schreiweis (Rockenhausen), Alexander May (Winnweiler)