Donnersbergkreis Die Pfalz in allen Facetten

Optisch und akustisch ein Höhepunkt bei „Feuer im Gemäuer“: die Guggenmusiker von „Altlossema Rhoigeischda“.
Optisch und akustisch ein Höhepunkt bei »Feuer im Gemäuer«: die Guggenmusiker von »Altlossema Rhoigeischda«.

Ein Besuchermagnet ist das Winnweilerer „Feuer im Gemäuer“ ohnehin schon seit Jahren. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen: Zahlreiche Besucher bevölkerten am Freitagabend wieder die verkehrsberuhigte Zone im Ortskern und machten regen Gebrauch von den vielen kulinarischen, musikalischen und unterhaltenden Angeboten zum diesjährigen Motto „Pfalz“. Entsprechend zufriedene Gesichter gab es bei den Organisatoren der Werbegemeinschaft.

Denn die viele Mühe, die das sechsköpfige Team um den ersten Vorsitzenden Gunter Franck einmal mehr in die Vorbereitung der Großveranstaltung gesteckt hatte, hat sich einmal mehr bezahlt gemacht. Den großen Zuspruch sah Franck denn auch als Lohn für die viele Arbeit der vergangenen Wochen. Mit ein Garant für das Gelingen war neben dem abwechslungsreichen und etwas für jeden Geschmack bietenden Programm das ideale Wetter mit angenehmen Temperaturen bis in den späten Abend hinein – gut auch für die Ladenbesitzer, die ihre Geschäfte während des Festes offen ließen. Mit regionaler Rockmusik ebenso wie mit Schlagern überzeugte die Band „Mr. Pälzer Schorle“, die – ihrem Namen entsprechend – unter anderem die Weinschorle besang. Ordentlich zur Sache ging es beim Rock-Pop-Duo „Four Seasons“, das damit einen musikalischen Gegenpol bildete. Nicht nur räumlich dazwischen lag Alleinunterhalter Fred Weber mit Ohrwürmern aus mehreren Zeitepochen. Permanent im Besucherstrom unterwegs war „De-Fux-Deiwels-Wilde“ als selbsternannte „Onemanband“. Alles, war er zum Musizieren brauchte, befand sich auf seinem Rücken. Äußerst unterhaltsam waren auch die „Altlossema Rhoigeischda“, die mit ihrer stimmungsvollen Guggenmusik durch die Straßen zogen und ein Standkonzert auf dem Marktplatz gaben. Auch fürs Auge wurde einiges geboten – dafür sorgten die Tanzgruppen Dance-Attack, ROK-Queens, Purple Diamonds und Fem-Lounge, die ihr Können schwungvoll unter Beweis stellten. Hinter dem „100 Prozent Pälzer“ verbarg sich Karikaturist Steffen Boiselle, der den ganzen Abend über alle Hände voll zu tun hatte und sogar Überstunden machen musste. Ob Tassen, Gläser oder Papier – er bemalte alles kreativ und mit schneller Hand. Auf dem Kinder-Trampolin durfte sich der Nachwuchs in luftige Höhen katapultieren – ein beliebtes Foto-Motiv für die Eltern. Pfälzer Weingüter luden zum Verweilen an ihren Ständen ein, in Winnweiler nicht fehlen durften natürlich das Bischoff- und seit einiger Zeit auch das Schnorres-Bier. Die Gastronomie verwöhnte die Gäste mit pfälzischen Spezialitäten, eine besondere Attraktion wartete im Ortskern auf sie: eine Kuh – wenn auch nur eine Nachbildung. Ein Blickfang für die Kinder, für die Erwachsenen hatte die Sparkasse damit einen Wettbewerb parat: Diese durften sich im Melken versuchen. Krönender Abschluss war kurz vor Mitternacht die Burlesque-Feuerschau – mit einer jungen Hauptdarstellerin, die keine Bange vor großer Hitze hatte. Einen Reifen mit fünf Feuerstellen ließ sie zunächst über ihrem Kopf und dann wie zu Hula-Hoop-Zeiten um die Hüfte kreisen. Eine Herausforderung war alleine das Drehen des Rings um den Hals. Fast harmlos dagegen wirkten die Darbietungen mit den Feuerkeulen. Die beim Feuerspucken entstehende Hitze machte sich noch in der fünften Reihe des dicht gedrängt stehenden Publikums bemerkbar. Bei ihren Vorführungen wechselten sich Feuerschlucker und Feuerspucker harmonisch ab. Schade jedoch, dass die Show aus Sicherheitsgründen nicht auf der Bühne, sondern nur ebenerdig stattfinden durfte. Weshalb nicht alle Zuschauer das komplette Programm verfolgen konnten, was aber dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch tat.

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