Donnersbergkreis Die Donnersberghalle bebt kurz, aber heftig

Placeholder-Image

Rund 1100 begeisterte Besucher, geschätzte Einnahmen in Höhe von mindestens 15.000 Euro zugunsten der Nordpfälzer Hochwasser-Opfer: Das Benefizkonzert „Flut 14“ in der Rockenhausener Donnersberghalle war ein voller Erfolg (wir berichteten gestern in der RHEINPFALZ am SONNTAG). Star der Veranstaltung war zweifelsohne der zunächst in Rockenhausen, dann in Winnweiler aufgewachsene und heute in Berlin lebende Sänger und Songwriter Mark Forster. Der 30-Jährige ist den hohen Erwartungen vollauf gerecht geworden – sein Kurzauftritt mitten in seiner Deutschland-Tournee hat am Samstag nicht nur den eingefleischten Fans, sondern auch den „neutralen“ Zuschauern imponiert.

„Es war eine geile Veranstaltung“, lautete das Fazit des Rockenhausener Verbandsbürgermeisters Michael Cullmann nach dem von der RHEINPFALZ und RPR1 präsentierten Benefizkonzert. Damit hatte die VG nach dem Freundschaftsspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen eine Donnersbergauswahl binnen fünf Tagen das zweite große Spektakel zugunsten der Flutopfer zu stemmen. Dafür waren beim Fußballspiel am Dienstag und beim Konzert am Samstag insgesamt mehr als 300 freiwillige Helfer aus den verschiedenen vom Hochwasser betroffenen Orten im Einsatz. Hut ab. Mark Forster als Höhepunkt der Show: Das war so geplant – und es kam auch so. Schon unmittelbar nach dem Öffnen der Türen strömten vor allem die Jüngsten des altersmäßig bunt gemischten Publikums schnurstracks in die Halle, um sich direkt vor der Bühne die besten Stehplätze zu sichern. Und sobald die Moderatoren Laura Nowak und Sebastian Stollhof nur den Namen „Mark Forster“ in den Mund nahmen, ernteten sie aus zig Kehlen laute und schrille Schreie ... Zunächst heizten aber die „Rockfeinschmecker“, wie sich die Musiker der Band Fused selbst bezeichnen, der tobenden Menge mächtig ein. Ein Gast fasste den Tenor so zusammen: „Dass die so Gas geben, hätte ich nicht gedacht.“ Mario Diehl, Frontsänger der Partyband Magic, überzeugte mit „Use Somebody“. Bei den Songs „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Highway to Hell“ kochte die Stimmung. Dazwischen zeigte Jens Vollmer von der Band Brass Machine mehrmals seine Saxophon-Künste. Danach gehörte die Bühne der Gruppe Googs. Angesichts der jüngsten Hochwasser-Ereignisse im Appel- und Moscheltal hätte ihr Hit „Des krieh mer schun hie“ nicht treffender sein können. Auch wenn viele der Anwesenden die Band nicht kannten – die Truppe um Kultfigur und Frontsänger „Jott“ Fürwitt hatte sichtlich ihren Spaß. Zusammen mit ihrer Schwester Lena bildete die aus Olsbrücken stammende Laura Kloos das Duo „Blackbirds“ – dabei ging es vor dem großen Höhepunkt in der Halle noch mal ruhiger und softer zu. Die beiden Frauen gaben mit schönen Stimmen gelungene Kostproben ihrer eigenen Songs, hatten aber zugegebenermaßen einen schweren Stand – die Fans fieberten aufgeregt dem Auftritt „ihres“ Stars entgegen. Als Mark Forster nach lauten Anfeuerungs- und Forderungsrufen (endlich) die Bühne betrat, brachen in den vorderen Reihen alle (akustischen) Dämme. Forster stimmte sich und die Besucher mit drei Liedern ein, dann brannte er – lautstark vom Publikum unterstützt – mit seinen Chartstürmern „Auf dem Weg“ und „Au Revoir“ ein Feuerwerk ab. Die Halle bebte kurz, aber heftig. Der Zugabe folgte eine Zugabe. Der 30-Jährige ballte die Faust, riss die Arme nach oben. Man spürt: Der Donnersbergkreis ist seine Heimat. Mark Forster half zu helfen. Für ihn eine Selbstverständlichkeit, eine Ehrensache ...

x