Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Derzeit läuft so ziemlich alles gegen den TuS Steinbach

Der Steinbacher Cedric Fischer (Mitte) auf dem Weg Richtung Herxheimer Tor – erfolglos.
Der Steinbacher Cedric Fischer (Mitte) auf dem Weg Richtung Herxheimer Tor – erfolglos.

Kein Spielglück: Der TuS Steinbach bleibt auch nach dem Spiel gegen Herxheim Letzter in der Verbandsliga. Bitter: Die Hiobsbotschaften reißen derzeit beim TuS nicht ab.

Und wieder standen die Fußballer des TuS Steinbach mit leeren Händen da. Der Verbandsligist verlor am Freitagnachmittag sein Heimspiel vor 150 Zuschauern gegen den SV Viktoria Herxheim mit 0:3 (0:1) und bleibt damit Tabellenschlusslicht. Schlecht ist: Momentan hat Spielertrainer Daniel Ghoul kaum Alternativen, da der Kader sich immer weiter reduziert. Und was dem TuS derzeit ebenfalls fehlt: das Glück.

Es war kein gutes Spiel auf dem Steinbacher Rasenplatz. Im ersten Durchgang waren die Platzherren einen Tick aktiver. Die Herxheimer standen kompakt, waren in der Offensive kaum gefährlich. Die Südpfälzer profitierten allein von einem schweren Fehler des Steinbacher Innenverteidiger Dawid Szaszorowski, der in der eigenen Hälfte einen Pass zum Gegner spielte. Die Herxheimer reagierten blitzschnell. Christoph Wörzler kam aus 16 Metern unbedrängt zum Schuss und traf zum 1:0 (18.). Die Steinbacher waren bemüht, doch außer einem abgefälschten Schuss von Cedric Fischer, der am Herxheimer Gehäuse vorbeiging (39.), war offensiv keine Chance dabei.

Elfer verschossen

Im zweiten Durchgang machten die Steinbacher Druck. Bis auf Halbchancen sprang aber nichts im Angriff heraus. Dann sah Florian Bicking wegen Reklamierens eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe (59.). In Überzahl konterten die Herxheimer über die rechte Seite. Dan Thon bediente in der Mitte seinen Kapitän Marcel Meinzer, der zum 2:0 (63.) vollendete. Die Steinbacher machten danach auf. Kjell Hakenes erzielte nach einem weiteren Konter das 3:0 (79.) für die Viktoria. Die Steinbacher hatten die Chance zum 1:3. Doch Hendrik Schwab verschoss einen Foulelfmeter (85.). Kurz vor Schluss zappelte der Ball nach einem indirekten Freistoß von Ricki Schander im Herxheimer Tornetz. Doch Schiedsrichter Mickael Walker nahm seinen Torpfiff nach Rücksprache mit dem Linienrichter wieder zurück. Der Ball wäre außer von Schander von keinem anderen TuS-Spieler berührt worden (89.), so die Begründung. Kurz danach war Schluss.

„Der verschossene Elfmeter und das nicht gegebene für mich reguläre Tor, weil einer unserer Spieler den Ball vor der Ausführung des Freistoßes berührt hatte, passt voll ins Bild gerade. Es läuft alles einfach gegen uns“, sagte TuS-Spielertrainer Daniel Ghoul nach dem 0:3. Der Coach befand: „Der Gegner war wieder sicherlich nicht besser als wir. Aber wir machen die Fehler, die zu Gegentreffern führen und treffen vorne nicht einfach derzeit nicht die richtigen Entscheidungen.“

Ausfallliste verlängert sich

Mit zwei Punkten auf der Habenseite bleiben die Steinbacher Ligaschlusslicht. Fakt ist: Die Sommerneuzugänge Leopold Mühlen (Knie) und Armin Mujevic (Kreuzbandriss) werden aller Voraussicht nach kein Spiel mehr für die Steinbacher in dieser Saison machen. Auch der spielende Co-Trainer Patrick Wolf muss sich einer Operation wegen des Kreuz- und Innenbandes unterziehen. Der Abwehrspieler fällt lange aus. Felix Metzinger klagt noch über Probleme. Die Krautschneider-Brüder Lukas und Jonas sind nach Kreuzbandrissen in Rekonvaleszenz.

„Wir müssen weitermachen, es hilft nicht, zu jammern. Wir versuchen bis zur Winterpause, den Abstand auf die sichere Seite so gut es geht zu halten und dann schauen wir, ob wir personell nachlegen können“, sagte Ghoul, der sich kämpferisch gab: „Das nächste Spiel ist gegen den TuS Marienborn, das gewinnen wir.“

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