Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Den „Nordpfälzer Wölfen“ winkt unverhofft die Verbandsliga

Tarek Sydney Franck und die „Nordpfälzer Wölfe“ könnten in dieser Saison gleich zwei Ligen nach oben springen und in die Pfalzli
Tarek Sydney Franck und die »Nordpfälzer Wölfe« könnten in dieser Saison gleich zwei Ligen nach oben springen und in die Pfalzliga aufsteigen.

Völlig unverhofft bekommen die Herren der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim die Möglichkeit, in die Verbandsliga aufzusteigen. Doch selbst nach den Entscheidungsspielen, wird der Aufstieg noch nicht feststehen. Denn die HR ist abhängig von einem potenziellen Oberliga-Kandidat.

Eigentlich war die Saison für die Nordpfälzer Wölfe bereits vorbei. Mit dem zweiten Platz in der A-Klasse sicherte sich die Mannschaft von Trainer Johannes Finck die Qualifikation für die neue Bezirksliga. Diese wird zwischen der A-Klasse und der Verbandsliga eingeführt. Ein Aufstiegsrecht für Mannschaften der A-Klasse in die Verbandsliga war nicht vorgesehen. Nun hat aber die TG Oggersheim in der Zwischenzeit ihre Mannschaft aus der Verbandsliga abgemeldet, sodass dort ein zusätzlicher Platz frei wurde. Da der Meister der A-Klasse Staffel 1, die SG Lambsheim/Frankenthal auf einen Aufstieg verzichtete, gewährte der Pfälzer Handballverband dem Meister der zweiten Staffel, HSG Trifels das Startrecht für die Pfalzliga.

Da nun aber auch die vierte Mannschaft der mHSG Friesenheim/Hochdorf in der kommenden Runde auf die Verbandsliga verzichtet, könnte ein weiterer Platz in der Verbandsliga freiwerden. Dies wäre dann der Fall, wenn der Meister der Pfalzliga, mit hoher Wahrscheinlichkeit die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam, in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aufsteigen würde. Die Südpfälzer müssen sich nämlich in Qualifikationsspielen mit den Meistern der anderen Landesverbände messen. Zwei von vier Teams packen den Aufstieg. Gelingt dies dem pfälzischen Vertreter, dann wäre der zusätzliche Platz in der Verbandsliga frei. Um diesen spielen in Hin- und Rückspiel die Zweitplatzierten jeder A-Klasse.

Entscheidungsspiele unter Vorbehalt

Die „Nordpfälzer Wölfe“ treffen somit in zwei Spielen auf die HSG Dudenhofen/Schifferstadt II, Zweiter der zweiten A-Klasse-Staffel. In Hin- und Rückspiel müssen sie sich durchsetzen und zusätzlich noch auf den Aufstieg der SG Ottersheim hoffen. Das Hinspiel findet am Sonntag um 18 Uhr in der Pfalzhalle Haßloch statt, das Rückspiel eine Woche später in Göllheim.

Die Qualifikation zur Oberliga wird erst Anfang Juni beendet sein. Um nicht darauf warten zu müssen, haben sich die „Wölfe“ und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt II entschlossen, die Aufstiegsspiele bereits jetzt zu spielen. Die Termine sind der 1. und 8. Mai. Beide Teams gehen also mit dem Wissen in die Spiele, dass die Ergebnisse nichtig sind, sollte es doch keinen pfälzischen Aufsteiger in die Oberliga geben.

Wohl keine Vorentscheidung im ersten Duell

Ein Blick auf die Abschlusstabellen verrät, dass es in den beiden Partien durchaus spannend zugehen könnte. Die HR beendete die Runde mit 24:8 Punkten, während die Vorderpfälzer auf 23:9 Zähler kamen. „Die HSG Dudenhofen/Schifferstadt II ist eine konterstarke Mannschaft und verfügt über eine gute Qualität im Rückraum“, charakterisiert HR-Trainer Johannes Finck den Gegner.

Der Übungsleiter hofft, die Gastgeber am Sonntag in den Positionsangriff zwingen zu können, um dadurch das schnelle Spiel unterbinden zu können. Dass schon im Hinspiel eine Vorentscheidung fällt, glaubt Finck nicht. „Im ersten Spiel wird es darum gehen gut dranzubleiben, den Gegner besser kennenzulernen und zu schauen, welche Akzente wir selbst setzen können“, verdeutlicht Finck, der die Chance auf den Aufstieg in die Verbandsliga gerne nutzen würde: „Den Aufstieg in die Bezirksliga haben wir sicher. Dass wir die Möglichkeit, direkt in die Verbandsliga aufzusteigen, wahrnehmen wollen, liegt auf der Hand“, sagt der Coach. Er betont vor den beiden Spielen aber auch: „Es ist ein besonderer Druck in zwei Spielen etwas erreichen zu können. Wie man damit umgeht, muss sich eine Mannschaft erarbeiten. Ich freue mich für die Jungs, dass sie das jetzt tun können.“

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