Kirchheimbolanden Buch erzählt aus dem Leben von Horst Konzok
Konzok begann seine Karriere als Chefredakteur der Schülerzeitung „NPG Times“ am Nordpfalz-Gymnasium in Kirchheimbolanden. Für dieses Blatt interviewte er Prominente aus Sport und Politik der 1970er Jahre: den späteren Bundespräsidenten Karl Carstens ebenso wie die Fußballlegenden Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß. Als Sportredakteur der RHEINPFALZ betreute er dann später die Bundesligisten SV Waldhof Mannheim und den 1. FC Kaiserslautern. Die Liebe zu den „Roten Teufeln“ verband ihn mit Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl. Wenn Kohl nicht auf das Spielergebnis warten wollte, rief er seinen „persönlichen FCK-Verbindungsmann“ bei der RHEINPFALZ an und fragte: „Konzok, wie haben wir gespielt?“
Ein Vierteljahrhundert Ressortleiter Sport
Der Mann vom Donnersberg war bei der RHEINPFALZ mehr als ein Vierteljahrhundert Ressortleiter Sport. In dieser Funktion reiste er durch die Stadien der Welt und begegnete ungewöhnlichen Menschen. Wie einem Torwart in Tirana, der jahrelang als politischer Gefangener in den Gefängnissen der Staatspolizei von Enver Hodscha eingesessen hat. Der Gefangene überlebte die Folter mithilfe der Tore von Gerd Müller.
Das ist eine von vielen meist amüsanten, manchmal merkwürdigen aber immer authentischen und kurzweiligen Geschichten aus der Pfalz, aus Washington, Bonn und Berlin die Gerhard Specht, lange Zeit Lokalchef bei der Westricher Rundschau in Kusel, in einem halben Jahrhundert als Journalist bei Zeitungen, Radio und Fernsehen gesammelt hat. Sein Buch, sagt er, sei auch eine Liebeserklärung an den Beruf – für den er genauso brannte wie Horst Konzok.
Das Buch
„Journalisten sind auch nur Menschen – Geschichten und Erkenntnisse aus einem langen Medien-Leben“, 224 Seiten, Taschenbuch, 15 Euro, Omnino Verlag Berlin.