Donnersbergkreis Beste Platzierung der Vereinsgeschichte nach der Hinrunde

WINNWEILER. Aktuell ist der ASV Winnweiler der einzige Fußball-Landesligist aus dem Donnersbergkreis. Dies könnte sich aber bald ändern, denn der ASV hat als Tabellenzweiter nach wie vor beste Chancen, in die Verbandsliga aufzusteigen.
So richtig zufrieden klingt ASV-Trainer Jürgen Giehl aber nicht, wenn er den ersten Teil der Saison Revue passieren lässt. Und das, obwohl der ASV die beste Platzierung der Vereinsgeschichte nach einer Hinrunde vorweisen kann. Rang zwei mit 31 Punkten nach 14 Spieltagen (in der Landesliga sind nur 15 Mannschaften am Start) und mit 51 erzielten Treffern Ligabestwert sind wahrlich eine sehr gute Bilanz. Nach den drei Rückrundenspielen sind noch einmal sieben Punkte und acht Treffer dazugekommen. „Die Punktausbeute liegt schon leicht über dem Durchschnitt“, gibt Giehl dann doch zu. „Wir haben aber auch einige vergeigt. Obwohl wir schon relativ viele Tore geschossen haben, hätten es noch einige mehr sein können, wenn wir nur die Großchancen verwertet hätten“, schiebt er noch nach. Nach einem tollen Saisonstart mit sieben Siegen am Stück und der Tabellenführung folgte die erste von bisher drei Niederlagen. Danach wechselte sich Winnweiler in schöner Regelmäßigkeit mit dem SV Rodenbach an der Tabellenspitze ab. In die Winterpause ging der ASV dann als Tabellenzweiter mit einem Rückstand von vier Punkten. Ein Höhepunkt der Hinrunde war sicher der 6:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer Rodenbach. Für Giehl war aber auch die äußerst knappe Pokalniederlage gegen den Oberliga-Spitzenreiter SC Hauenstein ein richtungsweisendes Spiel: „Da haben wir gesehen, dass wir mithalten können.“ Für den Winnweilerer Aufschwung hat nicht zuletzt die personelle Aufrüstung vor Saisonbeginn gesorgt. Mit Rückkehrer Waldemar Schneider (25 Saisontore) ist der ASV vor allem in der Offensive nur schwer auszurechnen. In der Defensive gab es allerdings einige Wackler. Kassierte der ASV in den ersten sieben Spielen nur vier Gegentreffer und spielte vier Mal zu Null, setzte es in den restlichen zehn Spielen 20 Gegentore, und nur noch einmal stand die Null. „Das waren natürlich viel zu viele Gegentore“, analysierte Giehl. „Zum Teil durch individuelle Fehler, zum Teil aber auch Abstimmungsfehler zwischen den Mannschaftsteilen. Daran müssen wir arbeiten. Zuletzt hat in unserem Spiel auch die Konstanz gefehlt. Die bekommen wir nach der Winterpause, wenn alle wieder fit sind, hoffentlich wieder rein.“