Rockenhausen
Ausbau der Wiesenstraße beginnt: Der „Blaulicht-Abschnitt“ ist erst später dran
Ursprünglich hätten die Arbeiten bereits im vorigen November starten sollen. Zu diesem Zeitpunkt war die ausführende Firma Jung aus Sien allerdings noch mit anderen Aufträgen beschäftigt. Im Dezember hätte das Unternehmen dann loslegen können – die Stadt wollte aber nicht das Risiko einer vielleicht über Wochen ruhenden Winter-Baustelle eingehen.
Jetzt ist alles bereit für die Maßnahme, die voraussichtlich bis Frühjahr 2024 andauern wird. Dabei werden in der Wiesenstraße auf mehr als 300 Metern Länge Fahrbahn, Wasser- und Kanalleitungen erneuert sowie Hausanschlüsse zur Breitbandversorgung per Glasfaser hergestellt.
Drei Blaulicht-Organisationen
Die Straße ist zweigeteilt und bildet ein nicht ganz symmetrisches T: Der längere Abschnitt beginnt an der Industriestraße bei der Firma Adient, kreuzt die Straße „Am Weidengarten“ und trifft nach 290 Metern senkrecht auf das kürzere Teilstück. Entlang dieser rund 120 Meter langen Strecke liegen mit der Polizei – die gleichwohl über die Kreuznacher Straße ausrückt und damit weniger betroffen ist –, der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz mit der Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst gleich drei Blaulicht-Organisationen. Die beiden Letztgenannten befinden sich am unteren Ende an der Einmündung „Am Wörth“. Je nachdem, ob im Zuge der Sanierung eine Vollsperrung notwendig ist, muss für sie über alternative Einsatzrouten nachgedacht werden.
Zumindest in den ersten Monaten des Projekts wird dies aber nicht notwendig sein: Denn beginnen wird der Ausbau im Kreuzungsbereich zum Weidengarten, hat Erster Stadtbeigeordnete Werner Dietz auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt. Grund: Der nördliche, vom Rest der Wiesenstraße durch Poller abgetrennte Zipfel ist bereits vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der Erneuerung der angrenzenden Industriestraße saniert worden und somit nicht Bestandteil der aktuellen Arbeiten.
Zufahrt zu Seniorenheim immer frei
Der erste große Abschnitt reicht nun vom Weidengarten bis kurz vor der Zoar-Wohnanlage – an der Einmündung zum „Blaulicht-Bereich“ gelegen. Von dort ist das Seniorenheim während dieser Bauphase frei zugänglich beziehungsweise anzufahren. Wird anschließend die Straße an Polizei und Feuerwehr dicht gemacht, ist die Anbindung der Wohnanlage über den Weidengarten und den dann fertiggestellten Teil des Wiesenstraße gewährleistet.
Die erwähnten Poller werden – wie dies auch beim Ausbau des Weidengartens und der Kämswiese der Fall gewesen sei – für die Dauer der Maßnahme entfernt, teilt VG-Bauamtsleiter Michael Groß mit. Damit möchte man den Anwohnern je nach Baufortschritt ermöglichen, die Fahrzeuge näher an ihren Grundstücken abzustellen. Ferner erhalten sie Parkausweise für den Rognacplatz sowie die Stellflächen in der Kreuznacher Straße unterhalb des Friedhofs.
Für die Arbeiten sind Kosten von 1,1 Millionen Euro veranschlagt. 630.000 Euro zahlen die Bürger über wiederkehrende Beiträge, das Land steuert 250.000 Euro bei. Die Kostenerstattung der VG-Werke beläuft sich auf 32.000 Euro, sodass der Eigenanteil der Stadt rund 170.000 Euro beträgt.