Donnersbergkreis Aufgelesen: Die Sonne im Herzen
Praktisch jeden Morgen schaut Helmut Dell aus seinem Fenster in Dreisen und hält die Kamera bereit. Berufskrankheit sozusagen – schließlich könnte ja ein Sonnenaufgang zu erwischen sein. „Und dann muss es schnell gehen, nach ein paar Sekunden ist alles vorbei“, sagt der RHEINPFALZ-Fotograf. Am Montag war’s mal wieder soweit, da hat er ein besonders schönes „Exemplar“ über Göllheim festgehalten. Die Sonnenstrahlen durchbrachen den November-Dunst, „man meint fast, Gott persönlich hat sie geschickt. So kann die Woche anfangen“, so Dell schmunzelnd.
Und so ging sie auch weiter: Beruflich war RHEINPFALZ-Fotografin Julia Hoffmann am Dienstag gegen 8 Uhr bei Falkenstein unterwegs. Just in diesem Moment kam die Sonne hinter dem Berg hervor, goldenes Morgenlicht fiel durch die Bäume. „Ich hatte Glück, denn eigentlich war es trüb an diesem Tag. Kurz darauf wäre das Bild wohl nicht mehr möglich gewesen“, so Hoffmann.
„Brennender“ Himmel und Nebelschwaden
Die Farbe Rot dominiert hingegen bei Inge Huber: Sie hat den „brennenden“ Himmel morgens über Reichsthal festgehalten. Wie facettenreich der Spätherbst sein kann, belegen auch die beiden Aufnahmen von Gerhard Jendryschik: Bei strahlendem Sonnenschein hat er den Sippersfelder Retzbergweiher fotografiert – die Wasseroberfläche dient als Spiegel und sorgt für ein zauberhaftes Ambiente. Fast mystisch wirkt hingegen das Bild, das er beim Reiterhof geschossen hat: Dicke Nebelschwaden verhüllen Wald und Tal.
Die Schnappschüsse zeigen: Auch im grauen November gibt es (farben-)prächtige Momente, hinter dem Nebel scheint die Sonne – bewahren wir sie für trübe Tage im Herzen ...