Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Winnweiler: Einmaliges Spiel in der Klubhistorie

Christoph Scharfenberger (Mitte) hat großen Anteil daran, dass Winnweiler 2015 gegen Wormatia Worms II in die Verbandsliga aufst
Christoph Scharfenberger (Mitte) hat großen Anteil daran, dass Winnweiler 2015 gegen Wormatia Worms II in die Verbandsliga aufsteigt. Beim Pokalduell mit dem Regionalliga-Team kann er aufgrund einer Verletzung nicht dabei sein.

Erstmals in der 112-jährigen Vereinsgeschichte darf sich der ASV Winnweiler in einem Pflichtspiel mit einem Regionalligisten messen. Im Verbandspokal kommt es am Mittwochabend zum Duell mit dem VfR Wormatia Worms.

Einen A-Klasse-Mitstreiter, zwei Bezirksligisten und einen Landesligisten hat der ASV Winnweiler bisher in diesem Cup eliminiert – und nun als Belohnung den einzigen Viertligisten zugelost bekommen. Der formstarke und in dieser Saison noch ungeschlagene A-Klassen-Tabellenführer Winnweiler empfängt am Mittwochabend (18 Uhr) in der fünften Runde den VfR Wormatia Worms. Eine Partie für die Geschichtsbücher.

Wormatia Worms? Da war doch etwas. Die Nibelungenstädter hat man am Rauhen Weg in bester Erinnerung behalten. Im Juni 2015 setzte sich der ASV gegen die zweite Mannschaft des VfR in der Relegation zum Aufstieg in die Verbandsliga durch. Einer, der sowohl zum 1:0-Siegtor im Hinspiel als auch im Rückspiel traf, ist heute Abend wieder mit dabei – wenn auch nur von draußen auf der Bank. Rückkehrer Christoph Scharfenberger stabilisiert seit Sommer die ASV-Defensive wie in alten Tagen, pausiert im Pokal aber aufgrund einer Oberschenkelblessur.

Spielertrainer spricht von Genuss

Neben dem inzwischen 35-jährigen Scharfenberger gehörte auch der eineinhalb Jahre jüngere Spielertrainer Waldemar Schneider damals zu jener Elf, die den größten Vereinserfolg ermöglichte. Heute führt er mit seiner Mannschaft die Meisterschaftsrunde der A-Klasse souverän mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten an. Der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga ist fest angepeilt. „Pure Vorfreude“ herrsche auf das Bonusspiel gegen die Wormatia, sagt Schneider. „Wir werden das genießen und versuchen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen.“

Die Gäste aus dem südöstlichen Teil Rheinland-Pfalz’ kämpfen in der Regionalliga um den Klassenerhalt. Bei der jüngsten 1:4-Niederlage in Fulda kritisierte Trainer Maximilian Mehring die Einstellung seiner Jungs. „Die muss und wird in Winnweiler eine andere sein. Wir gehen diese Aufgabe mit der höchstmöglichen Professionalität und Seriosität an und werden nicht rotieren. Der Klassenunterschied spielt keine Rolle.“ Der ASV sei kein gewöhnlicher A-Klassist.

Winnweiler trifft auf Halb-Profis

Mehring weiß, dass der ein oder andere Winnweilerer Spieler auch schon höherklassig unterwegs war. In Kapitän Sandro Loechelt, Innenverteidiger Tevin Ihrig, FCK-Neuzugang Anil Gözütok oder Angreifer Jannik Sommer verfügt die Wormatia selbst über einige Spieler mit Drittliga-Erfahrung. Ein kleiner Teil der Mannschaft konzentriere sich laut Mehring nur auf Fußball. „Die Mehrheit sind Studenten oder gehen ganz normal einem Beruf nach.“ Wegen eines defekten Flutlichtes wurde die Anstoßzeit auf 18 Uhr vorverlegt.

Info

Neben dem ASV Winnweiler stehen auch die beiden Verbandsligisten TuS Steinbach und TuS Rüssingen in der fünften Verbandspokal-Runde. Beide treten am Mittwoch, 5. Oktober, an. Der TuS Steinbach tritt beim Landesligisten SG Meisenheim/Desloch/Lauschied an (19.30), Rüssingen empfängt den Oberligisten SV Gonsenheim (19 Uhr).

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