Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Am Ende ist beim TuS Steinbach noch mal Zittern angesagt

Cedric Fischer (links) vom TuS Steinbach setzt sich hier gegen Lukas Helbach von Bretzenheim durch.
Cedric Fischer (links) vom TuS Steinbach setzt sich hier gegen Lukas Helbach von Bretzenheim durch.

Der TuS Steinbach holt gegen Bretzenheim seinen zweiten Punkt in der Verbandsliga. Richtig zufrieden ist damit aber niemand. Auch weil es etwas glücklich war.

Die Fußballer des TuS Steinbach haben am Wochenende ihr Heimspiel in der Verbandsliga Südwest gegen die TSG Bretzenheim nicht verloren. Aber das 1:1 (0:1) gegen die Rheinhessen war letztlich ein bisschen zu wenig.

„Am Ende ist es ein glücklicher Punkt gewesen, weil wir in der Schlussphase auch nicht clever genug gewesen sind“, sagte der spielende Steinbacher Co-Trainer Patrick Wolf nach der Punkteteilung vor 179 Zuschauern und betonte: „Wir müssen uns einfach die schwache erste Halbzeit ankreiden. Da war es einfach zu wenig. Die ersten 45 Minuten gehen für mich klar an die Bretzenheimer.“

Torwart Siebecker hält TuS im Spiel

Die Rheinhessen hatten im ersten Durchgang mehr Ballbesitz und auch die besseren Offensivaktionen. Der Bretzenheimer Führungstreffer fiel aber glücklich. Ein Freistoß aus dem Halbfeld ging durch Steinbacher Sechzehner. Luca Lucente traf zum 1:0 (12.). „Das müssen wir einfach besser verteidigen“, befand Wolf. Dass es in der ersten Hälfte nicht noch schlimmer für die Donnersberger kam, lag an TuS-Keeper Klaus Siebecker. Der Torwart hielt nach dem frühen Rückstand mit starken Paraden seine Mannschaft weiter im Spiel und verhinderte das mögliche 0:2. Die Steinbacher hatten in der ersten Hälfte eine richtig gute Chance. Beinahe wäre das der Ausgleich gewesen. Doch Ricki Schander hatte Pech, der Ball bei seinem Abschluss ging nur an den Pfosten des Bretzenheimer Gehäuses (40.).

Die Steinbacher kamen verbessert aus der Halbzeitkabine und erwischten gleich einen Start nach Maß. Kurz nach Wiederanpfiff gab es einen Freistoß für den TuS. Die Flanke verwertete Schander zum 1:1 (47.). „Endlich hat sich Ricki mal belohnt. In den Spielen zuvor hat er ja einiges vergeben. Diesmal hat er wieder sehr viel gearbeitet und endlich auch getroffen“, sagte Patrick Wolf. Der Treffer gab den Steinbachern Schwung. „Wir hatten in der Folge wirklich mehr vom Spiel“, sagte der TuS-Spielertrainer Daniel Ghoul.

Zeitstrafe bremst Steinbach aus

Der TuS war danach tatsächlich die bessere Mannschaft. Zehn Minuten vor Schluss zog dann aber eine überflüssige Zeitstrafe für Leopold Mühlen wegen angeblichen Reklamierens den Platzherren den Stecker (80.). „Früher gab es für eine Beschwerde beim Schiedsrichter eine Gelbe Karte, die neue Regel sagt allerdings Gelb plus, das heißt dann Zeitstrafe. Das war leider mitten in unserer Drangphase“, ärgerte sich Wolf und befand: „Obwohl die Regel unnötig ist, müssen wir einfach cleverer werden.“

In Überzahl machten die Bretzenheimer in den abschließenden zehn Minuten der Begegnung noch einmal richtig Dampf. Die Steinbacher mussten noch einmal alles in die Waagschale legen, um das 1:2 zu verhindern. Das gelang. „Es ist ein gerechtes Unentschieden gewesen“, sagte Spielertrainer Ghoul und betonte: „Ärgerlich ist es, weil wir in der ersten Halbzeit zu schläfrig agiert haben.“

Nun Vorletzter

In der Tabelle sind die Steinbacher nun mit nur zwei Punkten aus den bisherigen vier Spielen Ligavorletzter. Der Steinbacher Coach betonte: „Jetzt kommt eben das zum Tragen, was ich schon gesagt habe. Die beiden ersten Spiele gegen Morlautern und Mechtersheim musst du eigentlich gewinnen. Nun stehen wir leider unten, aber schauen wir mal.“ Wolf betonte: „In Hohenecken am kommenden Wochenende müssen wir was zeigen.“

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