Rockenhausen Absturz im Steinbruch endet glimpflich

Der Betrieb im östlich von Rockenhausen gelegenen Steinbruch ist vor rund 35 Jahren eingestellt worden. Das Betreten des Gelände
Der Betrieb im östlich von Rockenhausen gelegenen Steinbruch ist vor rund 35 Jahren eingestellt worden. Das Betreten des Geländes ist verboten – was aber immer mal wieder missachtet wird.

Vergleichsweise glimpflich davon gekommen ist ein Kletterer, der am Freitag im ehemaligen Steinbruch bei Rockenhausen verunglückt und etliche Meter in die Tiefe gestürzt ist: Der 25-Jährige hat sich nach Polizeiangaben keine lebensbedrohlichen Verletzungen zugezogen, er wurde mit Verdacht auf einen gebrochenen Fuß ins Krankenhaus eingeliefert.

Unvernünftig war die Aktion auch deshalb, weil das Gelände seit Jahren gesperrt ist. Mehrere Warnschilder („Betreten strengstens verboten – Lebensgefahr!“) weisen darauf hin, dass Passanten sich nicht auf dem vor rund 35 Jahren stillgelegten und unter Naturschutz stehenden Gelände zwischen Rockenhausen und dem Hintersteinerhof aufhalten dürfen. Dennoch hat sich der junge Mann aus Kaiserslautern am Freitagvormittag auf das östlich von Rockenhausen Richtung Hintersteinerhof gelegene Areal begeben.

Dort hat er nach ersten Ermittlungen am oberen Rand des Steinbruchs ein Seil an einem Baum befestigt und sich abgeseilt. Hierbei hat der 25-Jährige offenbar den Halt verloren und ist nach unten gefallen. Sein Glück: Zeugen haben den Unfall beobachtet und die Rettungsleitstelle Kaiserslautern verständigt. Ausgelöst hat dies einen Großeinsatz von Feuerwehr, DRK und Polizei. Den Rettungskräften ist es allerdings zunächst nicht gelungen, in dem unwegsamen Gelände bis zu dem Verunglückten vorzudringen. Erst mit Hilfe eines Hubschraubers konnte der Mann zur Behandlung ins Westpfalz-Klinikum nach Kaiserslautern gebracht werden.

Zeugen gesucht

Für ihn wird die missglückte Kletterei neben körperlichen möglicherweise auch finanzielle Folgen haben: Laut Polizei wird nun geprüft, ob dem 25-Jährigen die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt werden. Ferner erhofft sie sich Hinweise zu dem Geschehen an die Dienststelle in Rockenhausen unter Telefon 06361 9170. Grund: Die Zeugen, die den Absturz gemeldet hatten, waren beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits verschwunden.

Auf dem Gelände haben sich in der Vergangenheit wiederholt illegal Besucher aufgehalten. Erst Ende April sorgte der Steinbruch für Schlagzeilen, als Polizei und Ordnungsamt bei Kontrollen 18 Personen antrafen, die zudem gegen die Corona-Verordnung verstoßen und den Mindestabstand nicht eingehalten hatten. Ferner zeigten sich manche von ihnen uneinsichtig, einige mussten von der Feuerwehr bei der „Abreise“ auch unterstützt werden (wir berichteten). In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass das Betreten gesperrter Gebiete den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt.

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