Bad Dürkheim Zur Sache: SPD schlägt Rampe hoch zum Bahnhaltepunkt Trift vor

Endlich einen barrierefreien Zugang zum Bahnhaltepunkt Trift zu schaffen beantragt die SPD-Fraktion im Stadtrat. Und schlägt statt eines Fahrstuhls, wie vor Jahren angedacht, aber nie angegangen, eine Rampe vor. Mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad und Gehbehinderung ist der steile Treppenaufgang vom Triftweg hinauf auf den Bahndamm nicht zu bewältigen, so die SPD, der ein Fahrstuhl ohnehin nicht praktikabel scheint. „Zu störanfällig“, meinte Fraktionschef Ralf Lang – andere sahen das genauso. Im Vorfeld müsse zunächst mit der Deutschen Bahn als Grundstückseigentümerin über eine Kostenbeteiligung gesprochen werden und zugleich geprüft werden, welche Mittel womöglich aus dem Projekt Soziale Stadt beantragt werden könnten. „Mit der Bahn übereinzukommen, ist relativ problematisch“, meinte Bürgermeister Glogger aus Erfahrung. CDU-Fraktionssprecher Reinhard Stölzel hatte eher bauliche Bedenken: „Der Bahndamm ist verdammt hoch ...“ Eine Rampe müsste man entweder in Serpentinen anlegen oder sozusagen bis in den Triftweg hinein „ausholen“. „Ich wünschte, es ginge“, meinte Stölzel, der als Kreistagsmitglied auch im Ohr hat, dass die ÖPNV-Beauftragte des Landkreises schon mehrfach einen barrierefreien Zugang dort angemahnt habe. „Aber es wird sehr aufwendig“, befürchtete Stölzel. Kurt Freund (CDU) war daher skeptisch, ob der Kostenaufwand zum Bedarf in Relation stehe, den er zunächst zu prüfen anregte. „Das ist ein Wahnsinnsprojekt, wir müssten wohl fast den Wendeplatz dafür opfern.“ „Wenn’s einfach wär’’, wär’s vielleicht schon gemacht“, warf SPD-Fraktionsvize Karl Brust ein. Er hat von Bahnfahrten nach Kaiserslautern „sehr schöne Rampen“ an den Talbahnhöfen vor Augen und sicher habe die Bahn Experten dafür. „Die Bahn wirbt ja mit barrierefreien Zugängen“, unterstrich Brust. Über die Diskussion zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Mannheimer Straße am Nettomarkt werden wir noch berichten. |psp