Wachenheim
Zu enges Gerätehaus: Wehr sieht Sicherheitsrisiko - wie geht es jetzt weiter?
Dass „ein neues, modernes Gerätehaus dringend notwendig ist, um die Einsatzfähigkeit und Sicherheit der Feuerwehr dauerhaft zu gewährleisten“, hat der Wehrleiter der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wachenheim, Christian Schmidt, in einer Stellungnahme zum Ausdruck gebracht.
Sein Eindruck: „Die räumlichen und baulichen Bedingungen in unserem derzeitigen Feuerwehrgerätehaus entsprechen nicht mehr den Anforderungen einer modernen und einsatzbereiten Feuerwehr. Die Situation stellt nicht nur eine Belastung für die Einsatzkräfte dar, sondern beeinträchtigt auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“
Hauptproblem ist dabei laut Schmidt der Platzmangel. Derzeit fehlen der Wehr laut seiner Aussage zwei bis drei Stellplätze. Ein Fahrzeug sei „behelfsmäßig“ in der Garage des Schwimmbads untergebracht. Eine dauerhafte Lösung sei das nicht. Darüber hinaus seien die Verkehrswege in der Halle äußert eng.
Problematische Nähe zur Kita
Schmidt bemängelt zudem die fehlenden Lagerflächen. „Aktuell müssen wir viele Ausrüstungsgegenstände in behelfsmäßigen Bereichen unterbringen, was wertvolle Zeit im Einsatzfall kostet und das schnelle Auffinden wichtiger Materialien erschwert.“
Darüber hinaus entspreche der Bodenbelag „nicht den heutigen Standards in Bezug auf Rutschhemmung und Sicherheit“. Ein zusätzliches Sicherheitsrisiko sieht Schmidt in der Nähe zum Kindergarten. „Bei Alarmierungen müssen unsere Einsatzkräfte in Eile das Gelände verlassen, und dabei überschneiden sich die Wege mit den Zugangsbereichen, in denen sich täglich viele Kinder aufhalten. Ein neues Gerätehaus an einem anderen Standort würde nicht nur unsere Einsatzfähigkeit verbessern, sondern auch die Sicherheit der Kinder und Eltern erheblich erhöhen.“
Wie geht es weiter?
Die Verbandsgemeinde Wachenheim will nun in Abstimmung mit der Wehrführung den Bedarf der Feuerwehr ermitteln lassen. Dieses Vorgehen hat in der vergangenen Woche auch der Wachenheimer Stadtrat bekräftigt.
Mit dieser Aufgabe soll laut Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) ein „erfahrener Planer“ beauftragt werden. Bausamtsleiter Stefan Schneider werde einige Kandidaten suchen. Dann entscheide der Verbandsgemeinde-Rat in seiner Dezembersitzung, wer mit dem Job beauftragt wird.
Dabei geht es zunächst um den Flächenbedarf der Wehr. Damit verbunden ist die Frage, ob der aktuelle Standort ausreicht, um alle Bedürfnisse der Wehr zu erfüllen. Wird diese Frage mit Nein beantwortet, folge die Suche nach einem Ersatz.
Dass sich die Feuerwehr einen anderen Standort als bisher wünscht, geht aus der Stellungnahme Schmidts klar hervor, und auch beim neuen Standort gibt es Präferenzen. „Ich denke, die Feuerwehr wäre mehrheitlich mit dem Oberstnest sehr glücklich“, sagt Bechtel. Der Stadtrat hat in der vergangenen Woche zugestimmt, dass die östliche Fläche des Oberstnests nicht anderweitig überplant wird, bis feststeht, wie es mit der Wehr weitergeht. Der Vorteil aus Sicht der Verwaltung: Dort besteht Baurecht und die Stadt Wachenheim hat hier Eigentum, so dass die Umsetzung relativ schnell erfolgen könnte.
Aber auch andere Standorte wären denkbar, sagt Bechtel. Aus seiner Sicht gebe es bei vielen Alternativen aber regionalplanerische Restriktionen. Also wenn beispielsweise ein Gerätehaus im Außenbereich geplant wird, wäre – analog zum Supermarktstandort – ein Zielabweichungsverfahren notwendig.