Bad Dürkheim „Wollen nicht wieder Dritter werden“

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WEISENHEIM AM SAND. Mit einer eingespielten, qualitativ hochwertigen Mannschaft geht der SV Weisenheim am Sand in die neue Saison der Fußball-A-Klasse Nord. „Wir wollen nicht wieder Dritter werden“, sagt Trainer Günther Golfier. Der SVW strebt also eine Verbesserung an und die sollte möglich sein.

Günther Golfier, das ist so ein bisschen der Giovanni Trapattoni der A-Klasse Nord. Doch während der Italiener 2013 sein letztes Engagement als Nationaltrainer Irlands im Alter von 74 Jahren beendete, ist Golfier noch immer an der Seitenlinie aktiv. Allerdings wird der Weisenheimer in ein paar Wochen erst 73. Bei Trapattoni ist derzeit also im wahrsten Sinne die „Flasche leer“, was auf Golfier nicht zutrifft. „Ich spiele beim VfR Frankenthal in der AH, trainiere in Weisenheim, bewege mich viel und bin fit“, erklärt der nimmermüde Coach. Man könne ihn nachts wecken, er habe stets Sportsachen im Auto deponiert. Hinzu kommen eine gesunde Lebensweise und eine jüngere Frau, wie Golfier augenzwinkernd berichtet. Und noch immer ist es ein Genuss, sich mit dem Altmeister über Fußball zu unterhalten. „Die Vorbereitung läuft ganz gut, der Trainingsbesuch ist okay und die Testspiele verliefen überwiegend zufriedenstellend“, zieht der Coach eine erste Bilanz. Kleine Einschränkung: In der Abwehr gibt es noch Probleme, der SVW bekommt zu viele Gegentore. Ein Plus ist hingegen die spielerische Qualität der Mannschaft, die der Trainer auch taktisch vorangebracht hat. Mit einigen neuen Spielern haben die Weisenheimer die Basis verbreitert und können Ausfälle viel besser wegstecken als in der vorigen Spielzeit. Dazu stammen aktuell elf Spieler aus dem 25-Mann-Kader aus Weisenheim am Sand oder wohnen in der Gemeinde, wie Spielleiter Peter Josy verrät. Als zweiter Torwart wurde Joscha Lauber aus Lambsheim geholt, der Benjamin Salzner vertreten soll, wenn der ausfällt. Das dürfte öfter der Fall sein, denn Salzner, der Medienwissenschaften studiert, gilt laut Golfier als Reportertalent. Der Schlussmann habe die 125-Jahre-Jubiläumsfeier des Klubs hervorragend moderiert. Ebenfalls aus Lambsheim kam Mittelfeldspieler Daniel Weiher. Drei Spieler wurden aus Obersülzen an Land gezogen. Mit dem offensiven Mittefeldspieler Timo Konietzka, einem Einheimischen, und dem derzeit verletzten Torjäger Torben Sachse sind die Blau-Roten in den vorderen Reihen noch besser aufgestellt. Von Arminia Ludwigshafen II hat sich Rechtsfuß Bernd Lindenau dem SVW angeschlossen. „Ein Kämpfertyp und Mannschaftsspieler, der uns helfen kann“, urteilt der Coach. Die Junioren Hendrik Raab, der jetzt ein halbes Jahr in die USA geht, und Tim Heisel komplettieren das Team. Weiterhin werden aber Akteure spielprägend sein, die schon lange für Weisenheim auflaufen. Abwehrchef Alexander Lahni und sein Bruder Oliver, der die dominante Persönlichkeit im Mittelfeld sei und das Kommando zum Pressing gebe. Dazu der vielseitige Mannschaftsspieler Tobias Baumann, der einer der besten Fußballer der Liga ist. „Wichtig ist, dass wir auf den Außenbahnen mit Dennis Mahle, Benjamin Brandau sowie Andreas Rehm gut besetzt sind und Geschwindigkeit mitbringen“, verdeutlicht Golfier. Im Angriff hat Rainer Stork gute Karten. „Unsere Grundordnung ist ein 4-2-3-1, aber wir wollen variabel bleiben und je nach Gegner und Spielstand auch mal auf ein 4-3-3, 4-4-2 oder 4-1-4-1-System umstellen“, erklärt der Trainer. Golfier hat noch lange nicht fertig. SV Weisenheim in Kürze Neuzugänge: Joscha Lauber, Daniel Weiher (beide Eintracht Lambsheim), Bernd Lindenau (Arminia Ludwigshafen II), Timo Konietzka, Torben Sachse, Andreas Fath (alle SV Obersülzen), Hendrik Raab und Tim Heisel (beide A-Junioren ASV Fußgönheim). Abgang: Jochen Klein (Rot-Weiss-Seebach).Jugendarbeit: Alle Altersklassen besetzt, teilweise in einer Jugendspielgemeinschaft mit dem FV Freinsheim.Werbepartner: Gewerbeverein Weisenheim am Sand.Sportanlage: Dr. Welte-Straße, Telefon 06353 3957.RHEINPFALZ-Tipp: Die Mannschaft ist gereift und gefestigt. Dazu gibt es gleichwertige Alternativen auf der Bank. Seit vier Jahren zählt der SVW zu den Topteams, dieses Mal reicht es zu Platz zwei. (thl)

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