Nachgeschenkt RHEINPFALZ Plus Artikel Wochenendkolumne: Höher, schneller, weiter

Die Wehr bei einem eher außergewöhnlichen Fall von Höhenrettung.
Die Wehr bei einem eher außergewöhnlichen Fall von Höhenrettung.

Was von der Woche übrig blieb.

Bub im Baum

Feuerwehr rettet Jungen vom Baum. Diese eher ungewöhnliche Schlagzeile hat es in dieser Woche in die Zeitung geschafft. Hintergrund war der Ausflug eines Jungen in Wachenheim. Er war zwar erfolgreich auf einen Baum hinauf geklettert, in den Wipfeln aber verließ ihn der Mut. Die Wehrleute der Wachenheimer Freiwilligen Feuerwehr sorgten dafür, dass er wohlbehalten wieder unten ankam. Für die Ehrenamtlichen ein eher außergewöhnlicher Fall, bestätigt Wehrführer Thomas Münch auf Nachfrage. „Ich bin jetzt etwa 42 Jahre bei der Feuerwehr, in der Zeit haben wir vielleicht zwei oder drei Kinder vom Baum geholt.“

Um sich abzusichern, hatten die Wehrleute auch die Drehleiter aus dem benachbarten Bad Dürkheim hinzugerufen. Diese aber dann letztlich nicht benötigt. Bei einem Baum, der vielleicht nur sechs oder sieben Meter hoch war, reichte die eingesetzte Steckleiter. Dennoch freuen sich die Retter auf ihre Drehleiter, die sie Ende des Monats erwarten. Diese soll für noch mehr Sicherheit in Wachenheim sorgen. Sie sei eine der modernsten überhaupt, erklärt Münch. Um das etwa 750.000 Euro teure Fahrzeug zu bedienen, seien viele Übungsstunden erforderlich, erklärt er. Die heiß ersehnte Wachenheimer Drehleiter ist übrigens 30 Meter hoch. Was aber nicht als Aufforderungen an Wachenheimer Buben und Mädchen missverstanden werden soll, sich noch höher hinaufzuwagen.

Beobachtung im Bürgerbüro

Die Terminvergabe im Dürkheimer Bürgerbüro hatte es im Vorfeld der Bürgermeisterwahl zum Wahlkampfthema geschafft. Die Vergabe der Termine online oder am Terminal im Rathaus gehe schnell und sei effektiv, lobten die einen, es sei nicht flexibel und umständlich, sagten die anderen. Jüngst begab es sich, dass ein Mitglied der Lokalredaktion einen Termin in der Dürkheimer Verwaltung hatte. Und ja: Wer sich mitunter gerne mit einem Menschen unterhält, der wird am Klicken durch die Online-Anmeldung vorab keinen Gefallen finden. Aber immerhin weiß man genau Bescheid, was zum Termin mitzubringen ist. Im Rathaus verbringt man dann auch inklusive Handy-Check-in und Bearbeitung weniger als zehn Minuten.

Parallel am Nachbarschalter allerdings hat eine junge Frau der Effektivität der Behörde ein Schnippchen geschlagen. Sie hat nicht alles dabei, was sie braucht. Dass aber bei den reibungslosen Abläufen auch noch Platz für Zwischenmenschliches bleibt, zeigt dann die Reaktion. Die Frau könne mit dem Fehlenden später vorbeikommen und dann dazwischengeschoben werden, hört man die Mitarbeiterin sagen, die wie alle ihre Kolleginnen ausgesprochen freundlich ist. Und das kann man im Nachgang zur Bürgerbüro-Debatte ja auch mal sagen.

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