Kreis Bad Dürkheim Wo am Donnerstag die Sirenen heulen

Die Sirene auf dem Bad Dürkheimer Rathaus.
Die Sirene auf dem Bad Dürkheimer Rathaus.

Am Donnerstag, 13. März, findet erstmals ein landesweiter Warntag in Rheinland-Pfalz statt. Wie sich die Kommunen in der Region daran beteiligen.

Mit dem Warntag möchte das Land laut Innenministerium die Warnsysteme testen, die Bevölkerung für die Meldungen sensibilisieren und die Abläufe im neuen Lagezentrum Bevölkerungsschutz erproben. Die Warnung wird am Donnerstag um 10 Uhr über das Modulare Warnsystem (Mowas) in Koblenz ausgelöst. Daran hängen unter anderem der Mobilfunkdienst Cell Broadcast sowie die Warn-Apps Katwarn und Nina.

Die Kommunen können den Warntag unterstützen – mit Sirenen, Lautsprecherdurchsagen oder Anzeigetafeln an den Haltestellen von Bus und Bahn. In der Stadt Bad Dürkheim heulen ab 10 Uhr die Sirenen. Gegen 10.45 Uhr erfolgt die Entwarnung.

Fünf neue Sirenen in Bad Dürkheim

Nach der verheerenden Flut im Ahrtal haben zahlreiche Kommunen ihr Sirenen-System erneuert: Seit 2021 seien in Rheinland-Pfalz 660 Sirenen in Betrieb gegangen, neu gebaut oder ertüchtigt worden, so das Innenministerium in Mainz. In Bad Dürkheim wurden an fünf Standorten neue Sirenen installiert – vor allem in den Ortsteilen: an der Grundschule Grethen, am Bürgerhaus Hardenburg, am Feuerwehrgerätehaus, an der Trafostation Freinsheimer Straße in Leistadt sowie am Pumpwerk Altenbacher Straße in Ungstein. Hinzu kommt das bereits bestehende Netz aus acht Sirenen, die in den kommenden Jahren durch modernere ersetzt werden sollen. Die neuen Sirenen bieten gegenüber den bisherigen Anlagen eine Reihe von Vorteilen. Unter anderem funktionieren sie durch eine Akkupufferung auch bei einem Stromausfall und bieten die Möglichkeit von Sprachdurchsagen für präzisere Warnhinweise.

„Der Test ist wichtig, damit wir wissen, dass die Technik auch im Ernstfall funktioniert und die Bürgerinnen und Bürger erfahren, wie wir sie im Ernstfall informieren“ , wird Claudius Güther (CDU), Erster Beigeordneter der Stadt Bad Dürkheim, in einer Mitteilung zitiert.

Ab 10 Uhr Tests in der VG Wachenheim

Mit fünf Sirenen beteiligt sich die Verbandsgemeinde Wachenheim am landesweiten Warntag. Das teilt Wachenheims Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) auf Nachfrage mit. Um 10 Uhr soll in Ellerstadt, Friedelsheim, Gönnheim und der Stadt Wachenheim ein Sirenenton zu hören sein. In den Gemeinden ertönt jeweils eine Sirene, in Wachenheim zwei (Schule und Mundhardter Hof). Um 10.45 Uhr folgt die Entwarnung.

VG Freinsheim: Sirenen noch nicht einsatzbereit

In der Verbandsgemeinde Freinsheim sind in den vergangenen Monaten zwar alle acht neu angeschafften Sirenen in den Ortsgemeinden und der Stadt montiert wurden. Sie können aber laut VG-Büroleiter Jörg Heidemann noch nicht angesteuert werden. Noch stehe nicht fest, wann die Sirenen einsatzbereit sind. Die Standorte sind: die Dorfgemeinschaftshäuser in Herxheim und Bobenheim am Berg sowie die Grundschule in Weisenheim am Sand, das Freinsheimer VG-Rathaus, die Erpolzheimer Kita, die Grundschule in Kallstadt, die Realschule plus in Weisenheim am Berg sowie das Feuerwehrgerätehaus in Dackenheim.

Bislang gab es nur den bundesweiten Warntag, der in der Regel am zweiten Donnerstag im September stattfindet. Beim bundesweiten Warntag löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das Modulare Warnsystem aus. Daher gebe es zusätzlich noch den landesweiten Warntag, bei dem eine Landeseinrichtung den Alarm auslöst. 2026 soll getestet werden, wie es läuft, wenn die Kommunen das System auslösen, also die integrierten Leitstellen.

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