Wachenheim
Winterspaziergang durchs Burgtal mit Lichtblicken
An der Kreisstraße 16 zwischen Wachenheim und der Rotsteig liegt der frühere Aybach-Festplatz. Ab hier nimmt man zunächst den breiten Weg mit dem Hinweisschild „Weißer Stein“. Die Strecke steigt allmählich in nordöstliche Richtung an, sodass dem Spaziergänger auch an kalten Wintertagen warm wird. Nach wenigen Metern folgt eine Weggabelung, wo es nach rechts zum Naturfreundehaus Oppauer Haus geht.
Hält man sich links, zeigt sich an kühlen Tagen Überraschendes: In den schattigen Hängen scheinen weiß leuchtende Schneereste am Boden zu liegen. Es handelt sich aber um Haareis, auch Eiswolle genannt. Bei Temperaturen knapp unter Null entstehen seine Fasern an faulendem Totholz. Auslöser sind bestimmte Pilze und Wasser, das aus dem Holz nach außen dringt und dabei gefriert.
Bald ist der Rastplatz „Weißer Stein“ erreicht, benannt nach einem niedrigen, weiß bemalten Stein. Hier kreuzen sich zahlreiche Wege. Für den Rückweg bietet sich die Strecke mit der Markierung des schwarzen Punkts auf weißem Balken an.
Abwechslungsreicher Mischwald
Es geht durch Mischwald mit Buchen, Eichen, Esskastanien, Kiefern und Fichten. An heiteren Tagen dringen die Sonnenstrahlen zwischen den Stämmen und Kronen hindurch. Streckenweise kann der Spaziergänger auf den ähnlich verlaufenden Hinweg hinunter schauen.
Auch gibt der Wald an mehreren Stellen den Blick auf die weitere Umgebung frei. Von Kiefern bewachsen liegen die Hänge auf der anderen Seite des Burgtals. Im Osten erstreckt sich hinter vorgelagerten Hügeln die Rheinebene, oft im dichten Nebel verborgen.
Schließlich ist eine Wegkreuzung erreicht, wo der Wegweiser unter mehreren Markierungen den gelben Balken zeigt. Über einen steileren Fußpfad führt er hinunter zum Ausgangspunkt. Bevor man nach rund eineinhalb Stunden Gehzeit wieder im Tal ist, kommt man durch natürlich verjüngten Buchenwald. Die altersmäßige Vielfalt von Jungbäumchen bis zu knorrigem Alt- und Totholz wirkt hier besonders abwechslungsreich.