Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Weinbar eröffnet: Neues Gewäx in Wachenheim

Sven Ruckmich ist geprüfter Sommelier.
Sven Ruckmich ist geprüfter Sommelier.

Sven Ruckmich hat eine Weinbar mit dem vielversprechenden Namen „Gewäx“ eröffnet und bietet dort auch Drinks aus dem Rührglas sowie Weinbegleiter und Speisen an.

„Im ,Gewäx‘ gibt es nicht nur große Gewächse, sondern auch Schorle und eine Auswahl offener Weine“, berichtet Sven Ruckmich (48), der das neue Lokal zusammen mit dem Wachenheimer Ben Höller betreibt und Ende April eröffnet hat. Wer eine ganze Flasche ordern wolle, komme bei einer Auswahl von über 300 Weinen aber bestimmt auch auf seine Kosten. „Unsere Auswahl geht in der Pfalz los und hört in Australien auf. Der Schwerpunkt liegt schon in der Pfalz, aber auch in Frankreich“, erklärt Ruckmich und fügt hinzu, dass die Preisspanne zwischen 25 und 450 Euro pro Flasche liege.

Das „Gewäx“ befindet sich in den ehemaligen Räumen der Wachenheimer Winzergenossenschaft. Ende 2018 wurde dort das „The Izakaya“ eröffnet, das nach einem kurzen Gastspiel unter dem Namen „Weck Worschd un Woi“ im Sommer 2024 geschlossen wurde.

Ruckmich ist gelernter Maler und Elektriker, wurde in Heidelberg geboren und lebt zurzeit in Deidesheim. „Gastronomie habe ich aber schon gemacht, seitdem ich Mitte 20 bin“, berichtet Ruckmich. Zunächst habe er Events organisiert und sei dann „in die Barkultur in Mannheim eingestiegen“. Später wechselte er zum Weingut von Winning in Deidesheim, wo er im Restaurant Leopold die Barleitung übernahm. Dort sei die Affinität zum Wein entstanden.

Ungezwungene Atmosphäre ist wichtig

In Koblenz hat er die Prüfung zum Sommelier abgelegt. 2023 wechselte er in führender Position in „The Izakaya“ nach Wachenheim. Bevor er sich im „Gewäx“ selbstständig machte, war Ruckmich noch ein Jahr als Weinberater im „Rohstoff“ in Deidesheim tätig. „Im ,Gewäx‘ habe ich etwas umgesetzt, was für mich selbst wichtig ist. Ich wollte dort einen Platz schaffen, wo die Gäste eine unbeschwerte Zeit verbringen können, ohne das Gefühl zu haben, irgendwelchen Normen oder Anforderungen genügen zu müssen“, erklärt der Sommelier.

Bei Ruckmich sollen die Leute sich in einer ungezwungenen Atmosphäre aufhalten können. Dazu gehöre auch, dass man sich im „Gewäx“ grundsätzlich duzt. „Der Name „Gewäx“ soll natürlich schon den Bezug zu den großen Gewächsen im Weinbau schaffen, aber er sollte auch nicht zu steif sein“, erklärt Ruckmich, der zwar nicht alle Weine seiner Karte probiert hat, aber „schon das meiste“. Auf einen absoluten Lieblingswein will er sich nicht festlegen. „Dafür ist das Spektrum zu groß und in der Spitze zu gut“.

Fünfstelligen Betrag in die Bar investiert

Wer im „Gewäx“ keinen Wein oder Sekt trinken möchte, kann sich auch Bier, Softdrinks und Bar-Klassiker wie etwa Negroni anno 1920 oder Old Fashioned anno 1895 schmecken lassen. „Allerdings nur klassisch gerührt und nicht geschüttelt“, wie Ruckmich mit Blick auf James Bond, der es lieber geschüttelt hat, schmunzelnd zu Protokoll gibt.

Das „Gewäx“, für dessen Umbau er einen mittleren fünfstelligen Betrag in die Hand genommen hat, bietet im Innenbereich 40 und im Außenbereich knapp 30 Gästen Platz. Reservierungen nimmt der Gastronom nicht entgegen, sondern arbeitet nach dem Motto „first come first serve“.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Donnerstag von 17 bis 22 Uhr Freitag von 15 bis 22 und Samstag von 13 bis 22 Uhr.

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