Gönnheim
Wein-und-Kulturtage: Buntes Vergnügen mit internationalem Flair
Bei bestem Weinfestwetter eröffnete Ortsbürgermeister Wolfram Meinhardt am Freitagabend das größte Gönnheimer Ereignis des Jahres. „Was wäre das Weinfest ohne seine fleißigen Helfer?“, fragte er und hob zwei Frauen bei seinem Dank besonders hervor: Projektleiterin Heike Ditrich und Rosmarie Holderried, die dafür sorge, dass die Sponsorengelder pünktlich fließen.
An 60 Jahre Élysée-Vertrag und deutsch-französische Freundschaft erinnerte der Freundeskreis Wachenheim-Cuisery, der eine Verbindung mit der lothringischen Stadt Stiring-Wendel vermittelt hatte. Auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins war die gut 30 Musiker umfassende Stadtkapelle „Amicale de l’Harmonie Municipale de Stiring-Wendel“ angereist und überraschte bei der Eröffnung mit tollen Stimmen und in die Beine gehender Big-Band-Musik. Es sei ein große Ehre und mache ihn stolz, mit der Kapelle an dem Fest teilzunehmen, bekannte Meinhardts französischer Amtskollege Yves Ludwig.
Erneut ihre „bunten Spuren“ auf den Gönnheimer Straßen hinterließen die Street-Art-Künstler. Das gehe nur dank zahlreicher Sponsoren wie den Kultursommer Rheinland-Pfalz, verdeutlichte Ditrich.
Hätte ihn vor einem halben Jahr jemand gefragt, welchen Umfang der erste Pfälzer Comic-Salon annehmen würde, hätte er frei nach Asterix und Obelix geantwortet: „Die vom Heimatverein spinnen ja“, bekannte Burkhard Laudenbach. Trotz Premiere habe der Salon schon jetzt eine „irre Resonanz“, freute er sich. Das Thema Comic passte zum Thema der deutsch-französischen Freundschaft, kommen doch sehr viele Comics aus Frankreich.
Selbst das Mehl wird knapp
Sandra I., Weinprinzessin von Friedelsheim und Gönnheim, empfahl den Gästen: „Schließen sie bei gutem Essen und Trinken viele schöne Bekanntschaften.“ Nachdem Johann Siemons weiße Tauben – als Zeichen des Friedens – in den Himmel hatte steigen lassen, waren die Weintage eröffnet. Alle Ausschankstellen waren am Freitagabend überwiegend mit Einheimischen bis in die Nacht gut besetzt.
Der Sonntag begann mit einem gut besuchten Festgottesdienst des ehemaligen Dorfpfarrers Georg Weber. Am frühen Sonntagnachmittag herrschte Hochbetrieb in den Straßen. Auf dem Platz vor dem Gemeindehaus lauschten die Menschen der Musik der aus internationalen Musikern bestehenden Band Shaian, und bei den Landfrauen wurde schon um 14 Uhr das Mehl für die Dampfnudeln knapp. Nebenan im alten Schulhaus lief der Bücherbasar laut Annette Rosebrock, Leiterin der Dorfbibliothek, fantastisch.
In den Weingütern war Platz ein knappes Gut. Viele Besucher waren mit dem Fahrrad gekommen, in den Straßen waren Hunderte abgestellt. Einige Besitzer hatten ihre Räder allerdings etwas gedankenlos genau vor den Absperrungen platziert, sodass sie im Falle eines Rettungseinsatzes erst mühsam hätten beiseite geräumt werden müssen.