Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Warum ein Dortmunder in fünf Jahren 30 Mal in die Pfalz gefahren ist

Andreas Jacobi (links) und Markus Manz.
Andreas Jacobi (links) und Markus Manz.

Der Dortmunder Andreas Jacobi hat seinen Pfälzer Lieblingsort Wachenheim in den vergangenen fünf Jahren bereits 30 Mal besucht. Was fasziniert den 53-Jährigen so an dem Weinort?

Dass man im Laufe seines Lebens häufig den gleichen Urlaubsort ansteuert, wird vielen von uns bekannt vorkommen. Aber was Andreas Jacobi innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, macht ihm so leicht keiner nach: Anfang August besuchte der Versicherungsfachmann die Wein- und Sektstadt bereits zum 30. Mal.

Dieses Jubiläum rief auch Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) und die Leiterin der Tourist-Info, Ewelina Hofman, auf den Plan, um Andreas Jakobi Glückwünsche und Präsente zu überreichen. „Ich verstehe es und kann absolut nachvollziehen, dass Herr Jacobi so oft zu uns kommt. Man ist zwar auch gern einmal woanders, freut sich aber immer wieder, nach Wachenheim zurückzukommen“, sagt Bechtel mit einem Augenzwinkern.

Die Tourismus-Chefin hat einen ähnlichen Fall noch nicht erlebt. „Dass sich Herr Jacobi in unsere Stadt verliebt hat, verstehe ich nur zu gut, denn ich bin ja auch hier gelandet“, berichtet Ewelina Hofman. Sie wohne zwar in Speyer, freue sich aber immer, wenn sie zu ihrem Arbeitsplatz nach Wachenheim fahre.

Das kann der Jubiläumsgast nur bestätigen: „Wenn ich mit meiner Frau nach Wachenheim komme, fällt der Stress ab, ich komme runter und treffe nette Leute, die in den letzten Jahren zu meinen Freunden geworden sind.“ Einer seiner besten Freunde, wenn nicht gar der beste Freund, ist der Winzer Markus Manz. „Als wir uns das erste Mal getroffen haben, waren wir uns auf Anhieb sympathisch und wir haben gemerkt, dass wir auf der gleichen Wellenlänge unterwegs sind“, erzählt der Wachenheimer.

„Liebenswerte Menschen“

Eine Weinmesse an den Rheinterrassen Düsseldorf führte den Weinliebhaber und den Winzer bei einem Gläschen Sauvignon blanc 2018 zusammen. „Andreas kam an unseren Stand, wir haben uns unterhalten und schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt“, berichtet Manz, der dem Nordrhein-Westfalen später gesagt habe, dass er in Wachenheim „noch ein Zimmer frei habe“. Jacobi zögerte nicht lange und traf wenige Tage später zu seinem ersten Besuch in Wachenheim ein. Das freie Zimmer fand er dann in der „Altstadt-Residenz“, die Markus Manz als Gästehaus in seinem Weingut betreibt. Es versteht sich von selbst, dass Jacobi bei den 29 folgenden Besuchen ausschließlich dort nächtigte. „Das war mein erster Besuch in der Pfalz überhaupt und ich habe auf Anhieb sehr nette, liebenswerte und offene Menschen, die einen sofort in ihre Mitte nehmen, kennengelernt“, berichtet der gebürtige Hamburger, den aber auch die unvergleichlich schöne Natur in und um Wachenheim herum fasziniert.

Den Anblick von Feigen- und Pfirsichbäumen kenne er sonst nur aus den Urlaubsländern im Süden Europas. Das gebe es im Ruhrgebiet natürlich nicht. „Mein Lieblingsplatz ist eine Bank, die sich an dem Wirtschaftsweg zwischen Wachenheim und Forst befindet. Von dort hat man einen tollen Blick über die Weinberge, den Haardtrand und die Wachtenburg. Dort kann ich meine Seele baumeln lassen“.

Aufgrund seiner „Liebe für die Pfalz“ will Jacobi auch in Zukunft zahlreiche Aufenthalte in seiner „Sehnsuchts-Stadt“ in seinen Terminkalender aufnehmen. Nicht zuletzt deshalb, um mit Markus Manz über das Thema Wein zu fachsimpeln, um seine Kenntnisse rund um den Rebensaft von A bis Z zu vertiefen.

Auch die Wachtenburg hat es dem gebürtigen Hamburger Andreas Jacobi angetan.
Auch die Wachtenburg hat es dem gebürtigen Hamburger Andreas Jacobi angetan.
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