Wachenheim
Wachtenburg Winzer stellen Geschäftsführer frei
Christoph Rehklau hatte im November 2023 das Amt des Geschäftsführers der Wachenheimer Winzergenossenschaft übernommen. Nach zwei Stationen in der Weinbranche war Rehklau von einer Flensburger Silbermanufaktur in die Pfalz gewechselt.
Wie das Fachmagazin Weinwirtschaft unter Verweis auf „gut unterrichtete Quellen“ zuerst berichtete, haben sich die Wege der Wachtenburg Winzer und ihres Geschäftsführers Christoph Rehklau Ende November getrennt.
Gegenüber der RHEINPFALZ bestätigte Peter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft, dass die Wachtenburg Winzer den leitenden Angestellten freigestellt haben. Als Grund führt Zimmermann unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung der Genossenschaft an. Mehr wolle er dazu nicht sagen, so Zimmermann. Für beide Seiten – Rehklau und die Genossenschaft – gelte es, nach vorne zu schauen.
Bei einem Gespräch mit der RHEINPFALZ hatte Rehklau im Frühjahr unter anderem angekündigt, sich stärker auf das mittlere Preissegment der Genossenschaft konzentrieren zu wollen. Manche Weine seien zu günstig. Außerdem gehe es darum, Kunden mithilfe von Erlebnissen und besonderen Veranstaltungen an die Genossenschaft zu binden.
Vorstände übernehmen die Geschäfte
Kurz vor dem Gespräch mit der RHEINPFALZ waren die Wachtenburg Winzer von der Weinwirtschaft zur besten Genossenschaft Deutschlands gekürt worden. Am Freitag erhielten die Wachenheimer außerdem den Großen Staatsehrenpreis der Landwirtschaftskammer. In Rehklaus Amtszeit fiel auch ein umfassender Markenrelaunch.
Wie geht es jetzt weiter? Vorerst führen die drei Vorstände – außer Peter Zimmermann sind das Ralf Swillus und Albert Reinhardt – die Geschäftsführung kommissarisch. Im Januar soll es eine Generalversammlung geben, der genaue Termin steht laut Zimmermann noch nicht fest. Danach sollen weitere Kommunikationsschritte erfolgen. Man werde sich in den kommenden Wochen sortieren und auch eigene Fehler analysieren, kündigte Zimmermann an.