Fussball
Vor der Saison: TV Ellerstadt baut mit Trainer Dominik Geeren neu auf
Dominik Geeren kommt mit der Referenz, den SV Ruchheim II gerade in die B-Klasse Rhein-Pfalz Süd geführt zu haben. Der SVR gewann das Entscheidungsspiel um Rang zwei gegen Arabia Frankenthal 6:1 und setzte sich in den Aufstiegsspielen gegen den TSV Carlsberg mit 3:1 und 4:1 souverän durch. Wie in Ruchheim bildet Geeren auch in Ellerstadt mit Andreas Bender ein Trainerteam. Die beiden haben in etwa dieselbe Vorstellung von Fußball und sind in regem Austausch. „Wir besprechen die jeweilige Aufstellung“, erklärt Geeren, der nach außen als Chefcoach auftritt. Es ist also eine ähnliche Konstellation wie zuvor, als Armin Jäger Riccardo Coppola wirkungsvoll unterstützte.
Vom Tor ins Feld gewechselt
Geeren, der in Ruchheim seit 15 Jahren eine Praxis für Physiotherapie führt, hat bis zu den A-Junioren im Tor gestanden. „Irgendwann war mir das zu langweilig, und je älter du wirst, desto besser verstehst du Fußball“, erklärt der neue TVE-Coach seinen Wechsel ins Feld. SV Ruchheim, ASV Fußgönheim unter Trainer Harald Prinz, TSG Pfeddersheim U21, noch einmal Fußgönheim, DJK Ziegelhausen/Peterstal, Gönnheim und Ruchheim II waren seine Stationen. Geeren, der über eine gute Technik verfügte, zog im Mittelfeld die Fäden. „Später habe ich defensiver gespielt. Es ist gut, wenn man mehrere Positionen bekleiden kann, mitunter aber auch ein Nachteil, weil man sich nirgends etablieren kann“, verdeutlicht der Coach.
Christian Frech, Fußball-Abteilungsleiter der Ellerstadter, sagt, die Verantwortlichen hätten lange gesucht und sich mit vielen Trainern unterhalten. „Dominik Geeren hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ist mit seiner Mannschaft aufgestiegen“, erklärt Frech, warum die Wahl auf den Ruchheimer fiel. Der hatte mitbekommen, dass Coppola aufhören werde, hatte mit anderen Vereinen gesprochen, sich aber für den TVE entschieden. „Das waren vernünftige Gespräche, die Sportanlage in Ellerstadt ist prima, die Atmosphäre gut, und es ist eine erste Mannschaft“, nennt Geeren Gründe, die seine Entscheidung beeinflusst haben.
Neuaufbau schreckt nicht
Dass er eine neue Mannschaft aufbauen muss, weil viele Akteure gegangen sind, ficht Geeren nicht an: „In Ruchheim habe ich mit sechs, acht Leuten im Training begonnen. Innerhalb kurzer Zeit waren 16 regelmäßig da“, blendet der Coach zurück. Er versuche, die Einheiten möglichst interessant zu gestalten, um so den Anreiz zu erhöhen, ins Training zu kommen. Dabei lasse er fast ausschließlich mit dem Ball üben, weil das den Kickern den meisten Spaß bereite. „Die Spieler sollen viel antizipieren, sich nicht erst Gedanken machen, wenn sie den Ball haben, sondern schon vorher eine Idee im Kopf haben“, erklärt Geeren.
Noch keine Zielvorgabe
Der Kader sei ausreichend groß und die Qualität trotz der Abgänge ordentlich. „Klar ist aber, dass wir ein paar Spiele benötigen werden, um uns zu finden. Und wir werden nicht jede Partie gewinnen“, verdeutlicht der neue Trainer. Deshalb und weil er die Liga noch nicht kenne, gibt Geeren, der die Frage nach dem neuen Kapitän noch nicht beantworten kann, den Klassenverbleib als Saisonziel aus.