Fussball
Vor der Saison: FV Freinsheim II vor Herkulesaufgabe
Rang vier – das ist die beste Platzierung, die je eine Freinsheimer Reservemannschaft in der B-Klasse erreicht hat. Der 33 Jahre alte Coach Tobias Haffke, der auch in der kommenden Spielzeit sein Team auf dem Platz unterstützen wird, sprach deshalb zurecht von einer „gelungenen Saison“. Ein Platz unter den ersten fünf, sechs Mannschaften scheint möglich zu sein. Dafür müsste Haffke aber öfter aus dem Vollen schöpfen können. Bei zweiten Garnituren ein heikles Thema. „Um erfolgreich zu sein, müssen wir konstanter agieren und defensiv stabiler stehen. Dann können wir auch die Anzahl der Gegentore eindämmen“, fordert der Trainer.
Kein leichtes Unterfangen, denn die Liga dürfte trotz des Aufstiegs der Top-Mannschaften TuS Dirmstein und Eintracht Lambsheim stärker geworden sein. „Es sind mit Beindersheim, Sausenheim, Ebertsheim und VfR Grünstadt II vier Teams aus der A-Klasse abgestiegen“, gibt Haffke zu bedenken. Außerdem sei der SV Kirchheim ein starker Aufsteiger. Andere Mannschaften, wie etwa Nachbar SV Weisenheim II, hätten den nächsten Schritt gemacht. Da wird es nicht leicht, den angestrebten Platz im oberen Drittel zu erreichen. Das Ziel, die A-Junioren an den Erwachsenenfußball heranzuführen, scheint da leichter umzusetzen.
Schmitt und Mackowiak Co-Trainer
Haffke, den Sascha Schmitt und Wiktor Mackowiak weiterhin als Co-Trainer unterstützen, was sich prima bewährt hat, grübelt noch über die Besetzung der Torwartposition. Philipp Weilbrenner pausiert aktuell. Nach Florian Schatz in der vergangenen Serie musste Haffke jetzt mit Lukas Seeger einen weiteren Schlussmann an die „Erste“ abtreten, weil auch dort Nor herrschte. Die beiden bilden derzeit im Team von Christian Schäfer das Torhüter-Duo.
Bleiben Kai Lobback von den „Alten Herren“ und Kay Schmitt, Co-Trainer der Bezirksligamannschaft, als gelernter Torhüter, nachdem der aus beruflichen Gründen selten spielende Pierre Fehl Freinsheim verlassen hat. „Die Situation erfordert viel Improvisationskunst“, sagt der Coach. So musste Uwe Seeger hin und wieder aushelfen. Der ist laut Haffke schon „weit über 50“. Oder der Trainer selbst steht zwischen den Pfosten – wie im Vorbereitungsspiel gegen die FG Mutterstadt II der Fall. „Das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die Bewegungsabläufe sind ungewohnt“, hat Haffke erkannt. Dabei hat er noch den Vorteil, dass er ein mitspielender Keeper ist.
Zirkel- und Kraft- und Lauftraining
Die Übungseinheiten sind anspruchsvoll, beinhalten Zirkeltraining und Kräftigungsübungen. Und weil es viele Mannschaften in Freinsheim gibt, die auf dem Platz trainieren wollen, sorgt Haffke mit Lauftraining außerhalb für Entlastung. „Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, auch wenn sonst bei mir der Ball im Vordergrund steht“, verdeutlicht der Coach. Wegen zu vieler erkrankter und verletzter Spieler musste ein Testspiel gegen Dudenhofen II abgesagt werden. Zuletzt wurden aber Probeläufe beim ASV Maxdorf II (4:1) und bei Altleiningen II (3:0) gewonnen.
Neben den Korsettstangen Alexander Bähr, Kapitän Patrick Weisenburger, Enrico Hinz, Tobias Huhn oder den beiden Co-Trainern will Haffke die Jungen wie etwa Marius Meininger, Tobias Eisenbeis, Janis Weinacht oder den neu gekommenen Loris Csultis weiterbringen. Und irgendwann stehen vielleicht auch wieder die Langzeitverletzten Chris Hubach, Niklas Scherrer oder Philippe Albert auf dem Feld.