Fußball
Vor Düsseldorf geht es für den TuS Friedelsheim nach Lingenfeld
„Das Ergebnis täuscht, ich glaube, wir sind ein bisschen unter Wert geschlagen worden“, sagt der Friedelsheimer Spielertrainer Nicolas Wrede. Sein Team erwischte einen guten Start und hätte früh in Führung gehen können, doch Brian Burger ließ eine klare Möglichkeit aus und Giovanni Quagliata verfehlte den Kasten des FVB nur knapp. Ein verlorenes Dribbling im gefährlichen Raum war ausschlaggebend für den 0:1-Rückstand (20.). Fast zeitgleich musste Wrede raus, weil sich nach einem Sprint erneut muskuläre Probleme einstellten, die ein weiteres Mitwirken des Innenverteidigers unmöglich machten.
Von draußen musste er mitansehen, wie eine gute Eckballvariante der Gäste das 2:0 für Berghausen ergab (25.). Von diesem Schock zweier kurz aufeinanderfolgenden Gegentore hatte sich Friedelsheim noch nicht richtig erholt, das hieß es 0:3 (39.). „Der Treffer war erstklassig herausgespielt, das muss man Berghausen schon zugestehen“, räumt Wrede ein. Trotz des klaren Rückstandes gegen eine Spitzenmannschaft gaben die Einheimischen nicht auf und versuchten, nach dem Wechsel die Partie in eine andere Richtung zu lenken. „Ziel war, früher den Gegner zu attackieren, höher zu pressen“, erklärt der Coach.
Diese Umstellung trug zunächst Früchte. Giovanni Quagliata, der zum wiederholten Mal eine starke Vorstellung ablieferte, verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter (55.) und traf dann mit einem Distanzschuss zum 2:3 (63.). „Danach hatte Benjamin Hill die Ausgleichschance und Berghausen wackelte“, beschreibt Wrede die beste Phase seines Teams. Die währte allerdings nur ein paar Minuten, denn nach dem 2:4, bei dem die TuS-Spieler nur Begleitschutz gewährten, statt konsequent anzugreifen, gingen die Köpfe nach unten. Ein Foul von Giovanni Quagliata, der dafür eine Zeitstrafe erhielt, führte zu einem Strafstoß, den die Gäste zum 2:5 verwandelten (70.). Dem ließ der FVB einen weiteren Treffer folgen.
Zum Saisonausklang gastieren die Friedelsheimer am auf Mittwoch, 19 Uhr, vorverlegten letzten Spieltag beim Tabellenletzten und längst abgestiegenen TSV Lingenfeld. Dabei hat der TuS noch eine Rechnung offen. Die 3:8-Heimpleite im Hinspiel war der Höhepunkt der Herbstkrise. Danach war Wrede zurückgetreten, ist aber seit dem Rückrundenbeginn wieder im Amt. „Personell wird es eng, deshalb wird Torhüter Philipp Wiebelskircher im Feld auflaufen“, informiert der Trainer. Nach dem Spiel gibt es in Friedelsheim ein Kabinenfest mit den Frauen und Freundinnen, bevor die Mannschaft am Freitag zur Abschlussfahrt nach Düsseldorf aufbricht.