Bad Dürkheim „Vertrauen Sie uns“

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Sein erster Einsatz in Bad Dürkheim war als junger Polizeispund: In weißer Jacke regelte er als Verkehrsposten an einem Wurstmarktsonntag den Verkehr. Als „Kriminaler“ trägt er heute eher Zivil – und jetzt zur Amtseinführung feinen Zwirn: Wolfgang Herber ist nun auch offiziell neuer Polizeichef in Bad Dürkheim.

Zur hiesigen Polizeiinspektion, der er mittlerweile als Erster Kriminalhauptkommissar seit August vorsteht (wir berichteten), kam der heute 58-jährige Neustadter zu Jahresbeginn 2003 als stellvertretender Leiter. Nachdem sein Vorgänger Frank Zimmermann nach viereinhalb Jahren aus persönlichen Gründen, wenn auch schweren Herzens, Ende Juni in seine rheinhessische Heimat zurückgekehrt ist, ist Herber an die Spitze der rund 50 Köpfe starken Polizeitruppe (darunter elf Frauen) am Dürkheimer Amtsplatz gerückt. Sie ist für die Stadt Bad Dürkheim und die benachbarten Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim zuständig. Gemeinsam mit Herber wurde auch Peter Strube-Vogt als sein Stellvertreter offiziell ins Amt eingeführt. Der 55-Jährige war im September aus dem Führungsstab des Polizeipräsidiums Ludwigshafen nach Bad Dürkheim gewechselt, wo er innerhalb der Dienststelle jetzt den Kriminal- und Bezirksdienst mit insgesamt acht Beamten leitet. Auch er steht im Rang eines Ersten Polizeihauptkommissars, ebenso wie Frank Zimmermann, der beim Empfang im Rathaus an alter Wirkungsstätte von Polizeipräsident Jürgen Schmitt verabschiedet wurde. Zimmermann leitet jetzt eine Polizeiinspektion in Mainz. Der Polizeiberuf bringe viel Anerkennung, aber auch große Herausforderungen und Belastungen mit sich, sagte Herber in seiner Antrittsrede. „Und es sind weniger die großen Ereignisse wie die Gasexplosion in Ludwigshafen, sondern eher die Einsätze des täglichen Dienstes, die kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, meinte er mit Blick auf manchen Einsatz wegen häuslicher Gewalt, aber auch wie erst vor zehn Tagen bei einem tödlichen Motorradunfall, der auch andere Rettungskräfte stark belastet habe. Herber sprach in diesem Zusammenhang von einem breiten partnerschaftlichen Netzwerk, das erforderlich sei, damit die Dürkheimer Polizei auch weiterhin ihrem Auftrag gerecht werde. Er nannte neben Justiz, Kommunen und anderen öffentlichen Stellen auch Opfereinrichtungen, Schulen, Vereine und Religionsverbände, mit denen ein enger Dialog geführt werde. „Diese Netzwerke gilt es zu pflegen und weiter auszubauen.“ Nicht zuletzt gehörten „ein solides Maß an gesellschaftlicher Mitverantwortung, Zivilcourage und Verständnis für die Arbeit der Polizei dazu“. An die Bürger seines Dienstbezirks richtete Herber an dieser Stelle eine Bitte: „Verständigen Sie die Polizei, wenn andere uns brauchen. Und vertrauen Sie uns, wenn Sie uns brauchen.“ (psp)

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