Wie war Ihr Jahr
Vaterfreuden und Fußballmomente: FCK-Spieler Philipp Klement blickt auf 2023 zurück
Herr Klement, wie war Ihr Jahr?
Im privaten Bereich war es ein sehr schönes Jahr. Meine Tochter ist letztes Jahr im April geboren und ein Kind aufwachsen zu sehen und die Entwicklung mitzugestalten, ist schon etwas sehr Schönes mit vielen tollen Momenten. Am Ende des Jahres wünscht man sich für das kommende Jahr, das man selbst und auch die Familie weiterhin gesund bleibt.
Hat sich Ihr Leben nach der Geburt ihrer Tochter verändert?
Auf jeden Fall. Die Prioritäten verändern und verschieben sich, das merkt man dann recht schnell. Es ist schon eine Herausforderung, ein Kind aufzuziehen und die Nächte sind auch nicht immer ruhig.
Wird Ihre Tochter ein Einzelkind bleiben?
Sind Sie ein Familienmensch?
Auf jeden Fall, die Familie ist sehr wichtig, da ich auch sehr heimatverbunden bin. Das kann man auch an meinem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern in die Heimat erkennen.
Wieder in der Heimat, dort, wo Sie aufgewachsen sind, zu spielen, war eine gute Entscheidung?
Für das Privatleben auf jeden Fall. Meine Eltern und auch meine Schwiegereltern leben hier und auch der Großteil meines Freundeskreises ist noch hier in der Pfalz und es ist schön, dass man da einfach mal auf einen Kaffee vorbeischauen kann. Schön ist auch, dass man auch mal bei der einen oder anderen Feier dabei sein kann. Das war in der Vergangenheit nur sehr selten möglich. Die spontane Fahrt zu einem Geburtstag war von Rostock oder Paderborn damals nicht so möglich.
Werden Sie erkannt und angesprochen, wenn Sie in Bad Dürkheim unterwegs sind?
Ja, das kommt schon immer mal wieder vor und ich merke, dass es hier in der Region viele Kaiserslautern-Fans gibt.
Wollen wir auch einen Blick auf das sportliche Jahr des Philipp Klement werfen?
Das war sportlich gesehen ein durchwachsenes Jahr. Ich hatte schon Jahre, die deutlich besser gelaufen sind. 2023 war jetzt kein einfaches Jahr, in dem ich auch nicht so häufig und auch nicht immer ganz so erfolgreich gespielt habe. Es gab natürlich auch positive Momente, aber es hätten doch gern ein paar mehr sein dürfen.
Was glauben Sie, wie wird es im nächsten Jahr laufen?
Ich hoffe, dass ich mehr zum Einsatz komme und auch besser spielen werde. Ich bin aber recht optimistische, dass das der Fall sein wird, weil ich auch körperlich gut drauf bin, obwohl ich mit 31 Jahren mittlerweile schon zu den Älteren gehöre
Wenn die Leistung stimmt, muss Philipp Klement auf dem Platz stehen, oder?
Ja, das Selbstvertrauen habe ich schon, dass ich in der zweiten Liga eine sehr gute Rolle spielen kann. Das habe ich auch schon oft nachgewiesen und muss mich da auch nicht verstecken.
Gibt es in Ihrer Heimat Lieblingsplätze?
Die Wachtenburg, das Kaffeemühlchen und auch das Elternhaus gehören auf jeden Fall dazu.
Wie können Sie abschalten und sich vom Stress erholen?
Ich lese gern ein gutes Buch.
Welches Buch liegt denn da gerade auf Ihrem Nachttisch?
Das ist jetzt nicht so spannend. Ich lese gerade ein Sachbuch mit dem Thema Steuern und dann liegt da noch ein Buch, das sich mit der Atmung beschäftigt. Das ist für mich als Sportler sehr interessant.
Gibt es auch Dinge, für die Sie sich im karikativen Bereich einsetzen?
Ich beteilige mich eigentlich immer bei den Autogrammstunden des 1. FC Kaiserslautern. Beispielsweise auf dem Wurstmarkt oder Anfang des Jahres, als ich bei der (W)Einkaufsnacht in einer Dürkheimer Apotheke allein Autogramme geschrieben habe. Da haben wir für jede Unterschrift vier Euro für die offene Kreativwerkstatt in Bad Dürkheim gespendet. In Wachenheim finanziere ich in der Kita Pusteblume die Erweiterung eines Spielmoduls, habe auch schon für die Lebenshilfe in Bad Dürkheim gespendet und möchte dem TuS Wachenheim beim Projekt des neuen Kunstrasens unter die Arme greifen. Ich unterstütze gern die regionalen Einrichtungen meiner Heimat.
Sind Sie zum Jahreswechsel im Lande?
Ja, da sind wir nach einem kleinen Urlaub in den Bergen wieder da. Eventuell schauen wir auch noch mal zum Umtrunk auf dem Römerplatz vorbei. Das war im letzten Jahr eigentlich ganz nett und man kann noch einmal auf das alte Jahr anstoßen.
Zur Person
Philipp Klement ist in Wachenheim aufgewachsen, schnürte beim TuS Wachenheim im Sommer 1995 das erste Mal die Fußballschuhe, wechselte 2004 als Mittelfeldspieler zum 1. FC Kaiserslautern und wurde dort mit der A-Jugend Mannschaft 2010/11 deutscher Vizemeister. Er wurde dreimal in die U16-Nationalmannschaft und zweimal in das U20-Team berufen. Seinen ersten Profivertrag unterschrieb der heute 31-Jährige im Sommer 2011 beim 1. FC Nürnberg. Die weiteren Stationen waren Hansa Rostock, der 1. FSV Mainz 05, der SC Paderborn 07 und der VfB Stuttgart. Im August 2022 kehrte Klement zurück zum 1. FC Kaiserslautern, wo er noch bis zum 30. Juni 2024 unter Vertrag steht.
