Bad Dürkheim Unterhaltsame „Leistungsschau“

Beim Winterkonzert der Musikschule Bad Dürkheim am frühen Freitagabend im Haus Catoir führten Schüler zwischen geschätzt fünf und 20 Jahren in kurzen Stücken überzeugend ihr Können vor. Auch die zeitliche Bandbreite der gespielten Stücke war groß: Sie reichte vom Barock bis in die Neuzeit.
Im vergangenen Jahr habe die Musikschule über 30 konzertante Veranstaltungen in Kooperation mit der Pfälzischen Musikgesellschaft absolviert und 35 Mal öffentliche Festlichkeiten oder Vereinsfeiern begleitet, stellte Musikschulleiter Frank Metzger dem Konzert voran. Man könne die Musikschule durchaus als „Lebensabschnittspartner“ bezeichnen, meinte er. Sie begleite die Schüler „nicht über Monate, sondern über Jahre hinweg“. Gut 700 Schüler hat die Musikschule selbst, hinzu kommen etwa 400 Schüler aus der Zusammenarbeit mit Kitas und allgemeinbildenden Schulen. Sie werden von insgesamt 33 Lehrern unterrichtet. Den Konzertauftakt machten die „Frö(h)lichen Drei“, aus der Trompetenklasse von Günter Frölich mit dem Präludium des Te Deum des französischen Komponisten Marc Antoine Charpentier. Das Werk des Zeitgenossen von Ludwigs XIV. ist besser bekannt als Eurovisionsfanfare − als Hommage an Europa. Unter dem Motto Europa sollen in diesem Jahr etliche Veranstaltungen der Musikschule stehen, kündigte Metzger an. Als Zeichen der Kontinuität wertete der Musikschulleiter den musikalischen Werdegang der 20-jährigen Laura Brixius. Sie war mit zwei Jahren in die Musikschule gekommen. Nun hat die Förderschülerin die Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium bestanden. Brixius trug ihr Können als Sopranistin mit dem Mozart-Lied „Der Zauberer“ vor. Am Klavier interpretierte sie eine schnelle, anspruchsvolle Toccatina op. 40 Nr. 3 aus den acht Konzertetüden des zeitgenössischen, ukrainischen Komponisten und Pianisten Nikolai Kapustin. Die Begabung von Marek Müller am Klavier war bei den „Variationen über ein Thema von Paganini“ des sowjetischen Komponisten Isaak Berkowitsch auch für Laien erkennbar, genauso wie die von Jan Müller beim Präludium in C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach. Beide Schüler sind Förderschüler, wie Metzger später sagte. Der vermutlich jüngste Aktive und so etwa gerade im Grundschulalter dürfte Ali El Ali an der Blockflöte gewesen sein, den zwei erwachsene Akkordeon-Spieler bei „Starlight on the Snow“ einfühlsam begleiteten. Von Amrei Wipfler am Klavier begleitet sang Helena Frey „Die kleine Spinnerin“ und „Das Kinderspiel“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Mitreißend war „The Tramp“ von Michael Schütz, interpretiert von Tim Göttlicher am Klavier. „The Best for last“ sang Hannah Schultz und begleitete sich selbst am Klavier. Den Abschluss machte die „Saxophon-Mafia“ unter Metzgers Leitung unter anderem mit Henry Mancinis bekanntem „Baby Elephant Walk“. Die beiden scheidenden Saxofonisten Rebekka Wadlé und Julius Hinderfeld bedankten sich beim Musikschulleiter mit einem Weinpräsent für „acht tolle Jahre.“ Zitiert