Fussball
TuS Friedelsheim sichert vorzeitig Klassenverbleib
Vor der Partie war das Team von Spielertrainer Nicolas Wrede rechnerisch noch nicht ganz gesichert. Der Sieg vor 89 Zuschauern war letztlich aber hochverdient. Der vor der Partie als Tabellenvierter geführte Südhaardter SV enttäuschte und rutschte nach der Niederlage einen Platz nach unten.
„Wenn wir unsere Torchancen nutzen, gewinnen wir noch höher“, sagte der Friedelsheimer Spielercoach Wrede nach dem Sieg. Die Platzherren waren in der ersten Halbzeit schon die bessere Mannschaft. Der TuS stand in der Defensive gut und erspielte sich in der Offensive gute Torchancen. Natanael-Iosif Albu schoss aus fünf Metern über das Südhaardter Gehäuse (18.). Aleksandar Gajic (25.) und Alessio Policella (35.) scheiterten völlig frei am guten gegnerischen Torhüter Marc Sebastian Mehlem. Der Keeper hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Südhaardter hatten ab der 35. Spielminute nur noch neun Feldspieler. Johannes Dams sah beim Südhaardter SV nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Zur Halbzeit blieb es aber beim 0:0.
Privatduell zwischen Stürmer und Torwart
Und kurz nach Wiederanpfiff musste auch ein Friedelsheimer frühzeitig zum Duschen. TuS-Kapitän Patrick Wetzler ließ sich ebenfalls zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde von Schiedsrichter Piotr Adamczyk mit dem Roten Karton des Feldes verwiesen (50.). Die Friedelsheimer kamen mit dem Zehn-gegen-Zehn aber besser zurecht. Giovanni Quagliata lieferte sich mit dem Südhaardter Schlussmann Mehlem in Durchgang zwei praktisch ein Privatduell. Dreimal kam der Friedelsheimer Offensivspieler zum Abschluss. Doch der Keeper parierte ganz stark. In der 69. Minute war aber dann auch Mehlem geschlagen. Youssef Taouil wurde im Südhaardter Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht. Es gab Elfmeter. Quagliata trat an und verwandelte sicher zum 1:0 (69.). Das Tor war zugleich der Treffer des Abends.
Der Südhaardter SV hatte außer Halbchancen in der Schlussphase nichts mehr. „Wir haben gar nichts zugelassen“, zeigte sich TuS-Spielertrainer Nicolas Wrede stolz über den Auftritt seiner Mannschaft. Durch den 1:0-Erfolg knackten die Friedelsheimer die 38-Punkte-Marke. Damit hat die Wrede-Elf nun elf Punkte Vorsprung auf den 13. Tabellenplatz, der als erster Abstiegsrang gilt. Und es sind nur noch drei Saisonspiele. Das heißt, dass der TuS nicht mehr eingeholt werden kann. „Wir hatten ja einen super Saisonstart, nach dem jeder dachte, wir schaffen in dieser Saison sogar den Durchmarsch“, erinnerte sich Nicolas Wrede und machte klar: „Aber es hat sich dann herausgestellt, dass es doch eine harte Saison werden würde. Deshalb bin ich nu superzufrieden, dass wir den Ligaverbleib geschafft haben. Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, wir sind drei Spieltage vor Rundenende auf Rang sieben mit fünf Punkte Abstand auf den Ligaachten, hätte ich da sofort unterschrieben.“ Der Coach wird auch in der kommenden Runde In Friedelsheim weitermachen, dann geht er schon in seine sechste Saison als Coach beim TuS. „Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagte Wrede.