Bad Dürkheim Traumwandlerisches Trommeln

Nippy Noya zählt zu den besten und gefragtesten Conga-Spielern Europas. Kein Wunder, dass ihn Pete York auch in seine Sendung „Super Drumming“ holte, in der er herausragende Schlagzeuger und Perkussionisten vorstellte. Am Samstag um 20 Uhr kommt Nippy Noya mit Herman Kathan und Torsten Krill als Trio Trans Formation ins Frankenthaler Kulturzentrum Gleis 4. Das Programm: „Musik jenseits der hörbaren Töne“.
Seit Jahren spielen Nippy Noya und Herman Kathan zusammen und haben inzwischen zu traumwandlerischer Sicherheit gefunden. Ihre Dialoge erreichen zuweilen einen ekstatischen Charakter und tiefe Intimität. Das Instrumentarium reicht von Trommeln aus Trance-Kulten und asiatischen Saiteninstrumenten bis hin zu digitaler Percussion. Im Trio mit Schlagzeuger Torsten Krill suchen Noya und Kathan die Grenzen herkömmlicher Musik aufzubrechen. Der 69-jährige Nippy Noya wurde als Sohn eines japanischen Taiko-Trommlers auf der indonesischen Insel Sulawesi geboren. 1968 kam er nach Europa und mischte in der Percussion-Rock-Band Massada mit. Später spielte er mit Größen wie Peter Herbolzheimer, John McLaughlin, Jan Akkerman, Volker Kriegel, Stan Getz, Eric Burdon, Billy Cobham, Peter Maffay, Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer. Seit 1992 unterrichtet er als Dozent an der Musikhochschule im niederländischen Enschede. Herman Kathan ist ein ausgewiesener Spezialist für westafrikanische Percussion. In seinem Spiel spannen sich weite Bögen von der traditionellen Musik Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bis zu digitalen Sounds und vokalen Grooves. Torsten Krill, Schlagzeuger und Produzent, erhielt 2006 den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg, 2008 den Jazz-Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung. Er hat mit so unterschiedlichen Musikern wie Herb Ellis, Richie Beirach, Pee Wee Ellis, Nana Mouskouri, Joy Denalane, Cécile Verny und Joo Kraus zusammengearbeitet. Karten an der Abendkasse. Infos unter www.kuz-gleis4.de. (rhp)